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„Computertruhe e. V.“ tritt dem Bündnis „halt!zusammen“ bei

Am 10. Februar 2016 fanden sich 33 Personen im Roten Haus ein, um unter dem Namen halt!zusammen – Waldkirch für Mitmenschlichkeit und Toleranz gemeinsam mit den beiden Initiatoren Armin Welteroth und Michael Stoltenburg ein Bündnis gegen Gewalt, Rassismus und Rechtsextremismus zu gründen. Angehörige sind neben vielen Bürger*innen ebenfalls Parteien, verschiedene gesellschaftliche Gruppierungen und Kirchen. Seit letztem Dienstag ist auch der Computertruhe e. V. Teil des Bündnisses, nachdem bereits mehrere Vereinsmitglieder dieses in der Vergangenheit aktiv unterstützt haben.

halt!zusammen hat bis dato u. a. folgende Aktionen auf die Beine gestellt:

  • 25. Februar / 3. März 2016: Veröffentlichung zweier Zeitungsanzeigen, getragen und finanziert von über 800 Menschen, im Rahmen der damals bevorstehenden Landtagswahl
  • 5. März 2016: Kundgebung mit Rede- und Kulturbeiträgen im Rahmen der damals bevorstehenden Landtagswahl (Artikel „Für Toleranz und Miteinander“ der Badischen Zeitung)
  • 19. Juni 2016: Menschenkette unter dem Motto Hand in Hand gegen Rassismus für Menschenrechte und Vielfalt! im Rahmen des internationalen Weltflüchtlingstags (Artikel „Hand in Hand gegen Intoleranz“ der Badischen Zeitung)
  • 6. April 2017: Aufführung des Dokumentarfilms Blut muss fließen – Undercover unter Nazis und anschließende Diskussionsrunde mit dem Regisseur Peter Ohlendorf

Wir freuen uns auf eine konstruktive und produktive Zusammenarbeit innerhalb des Bündnisses und auf spannende und erfolgreiche Aktionen.

Aufführung des Dokumentarfilms „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“

Als neuestes Mitglied des Bündnisses halt!zusammen – Waldkirch für Mitmenschlichkeit und Toleranz möchten wir bekanntgeben, dass am Donnerstag, den 6. April, um 19:30 Uhr im Katholischen Gemeindezentrum St. Margarethen (Kirchplatz 7) in Waldkirch der Dokumentarfilm Blut muss fließen – Undercover unter Nazis aufgeführt wird.

Hochbrisant

Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Neonazis toben, die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als der Journalist Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi-Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender wagt. Neun Jahre später hat er fünfzig Undercover-Drehs hinter sich, auch jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick…“. Hochbrisant und einzigartig ist das Material, das er unter extremem persönlichem Risiko zusammengetragen hat. Es dokumentiert hautnah, wie junge Leute mit Rechtsrock geködert und radikalisiert werden.

Gemeinsam mit dem Filmemacher Peter Ohlendorf reist er noch einmal zurück an Orte, an denen er undercover gedreht hat. Im Fokus steht dabei die Frage, die er auch auf der politischen Ebene zu klären versucht: Wie ist es möglich, dass auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden kann?

Hochaktuell

Rund 15 Jahre hat Thomas Kuban in der Neonaziszene recherchiert. Knapp neun Jahre davon hat er mit versteckter Kamera gearbeitet und dabei erschreckende Eindrücke gesammelt, die viel zu lange kaum beachtet worden sind. Bis heute ist der Film nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen gewesen, sondern nur bei Vorführungen von FilmFaktum in Kooperation mit Veranstaltern aus Zivilgesellschaft, Politik, Gewerkschaften, Kirche und Sport. Auch fünf Jahre nach der Premiere auf der Berlinale 2012 hat der Film nichts an seiner Aktualität eingebüßt.

Im Anschluss an die Aufführung wird es außerdem eine Diskussionsrunde mit dem Regisseur Peter Ohlendorf geben.

Der Eintritt ist frei.

Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn weitere Menschen diese Veranstaltung bewerben würden. Hierzu kann das folgende Material genutzt werden:

  • Flyer (DIN A5) – PDF (5 MB)
  • Plakat (DIN A3) – PDF (18,4 MB)