Archiv der Kategorie: Aktion

„HARIBO“-Aktion „Vereinsfreude“ gestartet – 250.000 € für gemeinnützige Vereine

Laut des ZiviZ-Survey 2017 arbeiten über 70 % der rund 600.000 eingetragenen Vereine in Deutschland auf rein ehrenamtlicher Basis. Die Corona-Pandemie hat darum auch hier deutliche Spuren hinterlassen – viele gemeinnützige Einrichtungen haben einen Wegfall von Einnahmen und/oder rückläufige Mitgliederzahlen zu beklagen.

HARIBO hat daher die bundesweite Aktion Vereinsfreude ins Leben gerufen, um mit einer Gesamtsumme von 250.000 € gemeinnützige Vereine zu fördern. Welcher Verein die Chance hat, Unterstützung zu erhalten, liegt in der Hand der Goldbären-Fans.

Infografik zur „HARIBO“-Aktion „Vereinsfreude“, die besagt, dass 50-mal 5000 € und 500 Süßwarenpakete gewonnen werden können.
Grafik mit freundlicher Genehmigung von „HARIBO“.

Und so funktioniert’s: In den Verpackungsinnenseiten der Goldbären-Aktionsbeutel (Goldbären, Saft Goldbären sowie Saure Goldbären) – zu erkennen am Vereinsfreude-Logo – befinden sich Gewinncodes. Diese können seit dieser Woche bis zum 15. Januar 2022 auf der Aktionswebsite für einen der angemeldeten Vereine – also im besten Falle für uns 😜 – eingegeben werden. Eine Registrierung oder dergleichen ist hierfür übrigens nicht notwendig.

Jeder dieser Codes stellt ein Los dar. Am Ende des Aktionszeitraums werden 50 Vereine ausgelost, die jeweils 5.000 € gewinnen. Und auch die 500 Vereine mit den meisten eingelösten Gewinncodes werden belohnt. Sie erhalten ein HARIBO-Vereinspaket zum gemeinschaftlichen Naschen im Wert von ca. 100 €. 😋

Daher würden wir uns sehr über Unterstützung von euch Naschkatzen und Gummibärenliebhaber*innen da draußen freuen.

4. Adventsrätsel 🎅 – Update

In unserem 4. Computertruhe-Adventsrätsel suchen wir Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Forschung und Unterhaltung die „irgendwas mit Computern“ gemacht und unsere heutige Welt geprägt haben und immer noch prägen. Für jede richtig erkannte oder erratene Person erhaltet ihr einen Punkt.

Ein Schwarzweißfoto zeigt einen hohen Stapel bestehend aus dicken Ordnern. Der Stapel wird ganz oben von zwei Händen gehalten.
Frage 2
  1. Wer sagte sinngemäß, dass die Arbeit mit und an Computern zu wichtig sei, als dass man sie nur den Männern überlassen dürfte?
  2. Welche Person präsentiert hier ihre exorbitante Arbeit?
  3. Wer zählte den Habit zu ihren Basics?
  4. Welche Person wurde mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und dem EFF Pioneer Award geehrt, ist Namensgeber*in für einen Asteroiden und hat mit ihrer Erfindung maßgeblich zu Bekämpfung der Nazis beigetragen?
  5. Gesucht ist eine Person, die sich selbst als „Researcher, Artist, Policy Analyst, Pop culture junkie“ beschreibt und daran forscht, wie rassistisch Algorithmen sein können.
  6. Wer ist hier und in einigen anderen bekannten Computergames eines großen Spieleentwicklers zu hören?
Frage 6

Wie ihr teilnehmen könnt und weitere Details zum Rätselspiel haben wir in einem separaten Artikel für euch zusammengefasst.

Viel Spaß und Erfolg!

Nachtrag vom 24. Dezember 2020

Lösung:

  1. Karen Spärck Jones
  2. Margaret Hamilton
  3. Mary Kenneth Keller
  4. Hedy Lamarr
  5. Mutale Nkonde
  6. Ellen McLain

3. Adventsrätsel 🎅 – Update

Wenn ihr beim 3. Computertruhe-Adventsrätsel teilnehmt, habt ihr die Möglichkeit, die Computertruhe etwas genauer kennenzulernen. Denn die folgenden Fragen drehen sich ausschließlich um den Verein und seine Arbeit. Für jede korrekte Antwort erhaltet ihr einen Punkt.

  1. Wo landete ein 45 Jahre alter Rechner, den wir gespendet bekamen?
  2. Constanze, Grace und Marianne – wie heißt die vierte im Bunde?
  3. Wer unterstützt uns bei unseren Außeneinsätzen tierisch?
  4. Wo hat sich der Verein gegründet?
  5. Einmal hätten wir beinahe eine große Anzahl an verschenkten Rechnern zurückrufen müssen. Aus welchem Grund sind wir davon glücklicherweise verschont geblieben?
  6. Wie viele Computertruhe-Tassen haben sich auf unserer Website versteckt?
  7. Was verbirgt sich hinter so ominösen Zeichenketten wie AL-20200823-4 und JF-20180112-1?
  8. Wie lautet die Nummer unseres Vereinshandys?
  9. An welchem galaktischen Ort hat sich unser Berliner Standort gegründet?
  10. Was hatten wir im Staatsministerium BW zu suchen?

Wie ihr teilnehmen könnt und weitere Details zum Rätselspiel haben wir in einem separaten Artikel für euch zusammengefasst.

Viel Spaß und Erfolg!

Nachtrag vom 17. Dezember 2020

Lösung:

  1. Im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF)
  2. Ada
  3. Tux und das Gnu
  4. In Waldkirch
  5. Weil’s ein Aprilscherz war 😜
  6. 14
  7. Computertruhe-Seriennummern
  8. Verraten wir nicht 😛
  9. In der c-base
  10. Wir waren bei der Preisverleihung des Staatsanzeiger-Wettbewerbs „Leuchttürme des digitalen Wandels“

2. Adventsrätsel 🎅 – Update

Kennt ihr euch aus in den Klangwelten der Computerspiele? Erinnert ihr euch an das ikonische Wummern der 👾 in Space Invaders? Guybrushs misslungenen Spuckversuch? Dann beweist es, in dem ihr die folgenden zwölf Soundschnipsel dem korrekten Game zuordnet. Für jede korrekte Antwort erhaltet ihr einen Punkt.

Wie ihr teilnehmen könnt und weitere Details zum Rätselspiel haben wir in einem separaten Artikel für euch zusammengefasst.

Viel Spaß und Erfolg!

Nachtrag vom 10. Dezember 2020

Lösung:

#GameSystemBeschreibung
1.LemmingsAmiga 500Levelstart
2.DoomPCSchuss aus der BFG 9000
3.Super Mario Bros.NESPower-up
4.Moorhuhnjagd (diverse Versionen)PCMoorhuhn im Vordergrund
5.Counter-Strike (diverse Versionen)PC„Fire in the hole“
6.Pac-ManArcade-AutomatVerlust eines Lebens
7.PongArcade-AutomatSchläger- und Randkontakte
8.Portal 2PCEin mit dem Aperture Science Handheld Portal Device erzeugtes blaues und oranges Portal
9.TetrisGame BoyAuflösen einer Reihe
10.Sonic the HedgehogSega Mega DriveSprung
11.HλLF-LIFEPCHeadcrab
12.Angry BirdsAndroidSchleudern eines gelben Vogels

Der jeweilige Soundeffekt stammt zwar aus der Version des in Klammern angegebenen Systems, das bedeutet aber nicht zwingend, dass er nicht auch auf anderen Systemen zu finden ist. Das „Let’s go“ aus Lemmings findet sich bspw. auch in der SNES– und Macintosh-, nicht jedoch in der PC-Variante.

1. Adventsrätsel 🎅 – Update

Gerade in der aktuellen Situation bekommen wir viele Anfragen nach Laptops und freuen uns über jedes gespendete Gerät. Hier haben wir sechs Laptops von Lenovo. Könnt ihr die Modellreihe und als Bonus die Modellnummer erkennen oder erraten? Pro richtiger Modellreihe und -nummer gibt es je einen Punkt.

Beispiel: ThinkPad P (Reihe) & P51 (Nummer)

Wie ihr teilnehmen könnt und weitere Details zum Rätselspiel haben wir in einem separaten Artikel für euch zusammengefasst.

Viel Spaß und Erfolg!

Nachtrag vom 3. Dezember 2020

Lösung:

  1. ThinkPad T61
  2. IdeaPad 100S
  3. ThinkPad E325
  4. ThinkPad L380
  5. ThinkPad X1 Carbon (3rd Gen)
  6. ThinkPad X201

Der oder die Gewinner*in wird von uns benachrichtigt und enthält ein kleines Adventsüberraschungspaket.

Kleines „Computertruhe“-Adventsrätsel

Spezielles Logo der „Computertruhe“ für die Adventszeit. Aus der Truhe ragen eine brennende, mit einem Stern verzierte Kerze und zwei Blätter einer Stechpalme.

Zugegeben – manche Rechner geben uns bei der Instandsetzung schon Rätsel auf. Doch mit etwas Recherche hier, Knobeleien dort, versierter Hilfe aus der Community und einmal mehr Trial als Error konnten wir schon viele Probleme beheben und frisch aufbereitete Rechner weiterverschenken.

In den kommenden vier Wochen lassen wir euch mal knobeln: Jeden Adventssonntag um 12:00 Uhr werden wir unter dem Hashtag #ComputertruheAdventsrätsel auf Mastodon und Twitter sowie hier auf unserer Website eine oder mehrere kleine Quizfragen veröffentlichen. Vier ganze Tage lang – also bis zum darauffolgenden Donnnerstag um 12:00 Uhr – habt ihr dann Zeit, uns die Anworten als DM oder über unser Kontaktformular zuzuschicken. Die Person, die uns in diesem Quizzeitraum alle oder die meisten richtigen Antworten zusendet, darf sich über ein kleines Computertruhe-Präsent freuen. Gehen bei uns mehrere Einsendungen mit den richtigen Antworten ein, entscheidet das Los.

Wir wünschen euch viel Glück! 🎅

Auf einem Tischläufer befindet sich eine Scheibe aus einem Baumstamm, auf der eine „Computertruhe“-Tasse mit rötlichem Tee und ein paar Keksen in der Form des Vereinslogos angeordnet sind. Dahinter liegt ein Zweig einer Stechpalme, links steht ein Windlicht mit brennender Kerze darin, rechts befindet sich ein aus einem Baumrindenstück ausgesägter Elch.

Unsere Homeschooling-Aktion in Zahlen

Am 29. März starteten wir offiziell unsere Homeschooling-Aktion, um Schüler*innen aus bedürftigen Familien während der Corona-Pandemie mit Computern zu unterstützen. Hinter uns liegen nun drei sehr arbeitsintensive Monate, in denen wir jedoch auch herzliche Dankbarkeit, positives Feedback und viele Sach- und Geldspenden verzeichnen durften. Vielen Dank dafür!

Die Fakten

Im Zeitraum vom 29. März bis 30. Juni …

  • … landeten über unsere Website 483 Nachrichten in unserem Ticketsystem: 132 allgemeine Anfragen, 192 Nachrichten von potentiellen Hardwarespender*innen und 159 von potentiellen Empfänger*innen. Unter den Anfragenden der letztgenannten Kategorie befanden sich auch Familien mit mehreren schulpflichtigen Kindern und Schulfördervereine, die nicht nur Bedarf an einem Gerät hatten. Demnach wurden deutlich mehr als 159 Laptops bei uns angefragt. Von den insgesamt 483 Tickets konnten bereits 352 abschließend bearbeitet werden.
  • … wurden 98 Geräte gereinigt, getestet, bei Bedarf repariert und aufgerüstet, mit aktuellem Betriebssystem und für das Homeschooling notwendiger Software ausgestattet und an Schüler*innen bzw. Schulfördervereine übergeben. Darunter zehn Raspberry Pi-Sets (mit komplettem Zubehör nur ohne Bildschirm), elf Desktops (inkl. Bildschirm und Eingabegeräten), 65 Laptops, fünf Smartphones und sieben Tablets. Ergänzend wurden zudem Webcams, Lautsprecher, Headsets oder Laptop-Taschen herausgegeben.
  • … wurden über 120 Pakete ausgepackt, verpackt und versendet. Denn aufgrund des Gebots der Kontaktreduktion präferierten wir den Postversand. Überdies wohnten viele Anfragende nicht in unmittelbarer Nähe zu einem unserer Standorte und den dort aktiven Mitgliedern.
  • … wurden über 100 Paketmarken verwendet, um Geräte an die Empfänger*innen zu verschicken und um Sachspender*innen die kostenfreie Zusendung ihrer Spende an uns zu ermöglichen. Einige Personen nahmen die angebotenen Paketmarken nicht in Anspruch und spendeten die Versandkosten freundlicherweise gleich mit.
  • … erhielten wir Geldspenden im Wert von knapp 2.500 €. Davon landeten mehr als 500 € direkt auf unserem Vereinskonto und beinahe 1.900 € kamen über unsere betterplace.org-Spendenkampagnen für die Anschaffung von zehn Raspberry Pi-Sets und die Begleichung der Portokosten zusammen.
  • … wurde die Aktion hauptsächlich von sechs Vereinsmitgliedern ehrenamtlich neben Beruf, Familie und sonstigen privaten Anforderungen gestemmt.

Wie geht es nun weiter?

Wir haben uns vorstandsintern bereits Anfang Juni darauf verständigt, unsere Homeschooling-Aktion, in der wir ausschließlich Schüler*innen mit Rechnern ausgestattet haben, zum 30. Juni zu beenden. Hierfür gibt es unterschiedliche Gründe, wie bspw. die nahenden Sommerferien oder langsam anlaufende staatliche Programme zur Ausstattung der Schüler*innen mit passenden Endgeräten. Außerdem finden sich auf unserer herkömmlichen Warteliste viele weitere Personen und Einrichtungen, die ebenfalls dringenden Bedarf an Computern haben. Und natürlich waren die vergangenen drei Monate trotz aller Freude, die uns unsere Vereinstätigkeit bereitet, auch einfach sehr anstrengend. Denn uns war es wichtig, unter den gegebenen Umständen möglichst schnell auf alle Anfragen zu antworten und die Rechner ihren neuen Besitzer*innen zukommen zu lassen. Denn digitale Teilhabe und Lernerfolg dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

Nun wollen wir ein bisschen das Tempo drosseln und wieder zum Normalbetrieb der Computertruhe zurückkehren. Die noch rund 70 offenen Rechneranfragen für Schüler*innen aus dem Aktionszeitraum werden wir weiterhin bevorzugt bearbeiten, jedoch auch dringliche Gesuche aus unserer bisherigen Warteliste angehen, die wir in den vergangenen Monaten zurückgestellt haben.

Selbstverständlich können auch weiterhin jederzeit Spendenanfragen für bedürftige Schüler*innen gestellt werden. Diese reihen sich nun jedoch in die normale Warteliste ein, wodurch es mehrere Monate dauern kann, bis wir ein entsprechendes Gerät zur Verfügung stellen können. Wie lange die Wartezeit ist, hängt in erster Linie davon ab, wie viele geeignete Rechner wir gespendet bekommen – Laptops werden daher nach wie vor stets gesucht.

Feiert mit uns unseren fünften Geburtstag

Die Computertruhe ist heute fünf Jahre alt geworden. 🥳 Aus diesem feierlichen Grund erhalten die nächsten fünf Neumitglieder neben dem obligatorischen Willkommenspaket ebenfalls einen USB-Stick von uns geschenkt.

Auf einer Oberfläche aus Holz befinden sich Info- und Werbemittel des Vereins: Eine Tasse, zwei Kugelschreiber, zwei Ansteckpins, drei Computerspendeausweise, fünf Aufkleber, fünf Infofaltblätter und ein USB-Stick, der durch eine Lupe (bestehend aus einer Grafik) vergrößert dargestellt wird.
Dies erhalten die kommenden fünf neuen Vereinsmitglieder als Willkommensgruß.

Corona: Hilf uns mit deiner Spende, bedürftige Schüler*innen mit einem „Raspberry Pi“-Set oder einem gebrauchten Laptop auszustatten

3D-Grafik des SARS-CoV-2-Virions.
3D-Grafik des SARS-CoV-2-Virions (gemeinfrei).

Die Corona-Krise ist für uns alle eine noch nie dagewesene Situation, die sehr vielen Menschen schwer zu schaffen macht. Unser Alltag ist aus den Fugen geraten und durch die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Viruses, sind wir gezwungen, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben. Zudem wurden Mitte März die Bildungseinrichtungen geschlossen, weshalb seitdem Schüler*innen von daheim aus unterrichtet werden.

Aus Hilfsanfragen an uns wissen wir, dass es Familien gibt, in denen die Kinder keine Möglichkeit haben, zu Hause einen Computer zu nutzen. So ist allenfalls ein Smartphone verfügbar, mit dem man jedoch viele Aufgaben nur schwer bis gar nicht bearbeiten kann.

„Raspberry Pi 4 Model B“-Platine, an der unterschiedliche Stecker angeschlossen sind.
Unsere Testplatine, mit der wir die Bürotauglichkeit untersucht haben.

Unglücklicherweise haben wir im Moment (noch) keine Laptop-Spenden erhalten, mit denen wir hier aushelfen können. Daher haben wir zusätzlich eine Spendenkampagne bei betterplace.org gestartet, um zehn Raspberry Pi 4 Model B-Sets finanzieren zu können. Nach einigen Tests und Erfahrungsberichten Dritter können wir bestätigen, dass das neueste Modell dieses Einplatinencomputers durchaus als Ersatz für einen herkömmlichen Büro-PC dienen kann. Ein Internet-Browser (Chromium) und Office-Anwendungen (LibreOffice) sind vorinstalliert, Video-Streaming und auch Videokonferenzen (getestet wurde Jitsi Meet) sind ebenfalls möglich (sofern eine Webcam mit Mikrofon vorhanden ist).

Ein solches Set besteht aus den folgenden Komponenten:

  • Raspberry Pi 4 Model B mit 4 GB RAM, WLAN und Bluetooth
  • HDMI-Videokabel
  • Netzteil
  • Tastatur
  • Maus
  • Gehäuse
  • microSD-Karte für das Betriebssystem
  • Kühlkörper
Das Bild zeigt die einzelnen Komponenten unseres „Raspberry Pi“-Sets: Eine „Raspberry Pi 4 Model B“-Platine, eine 16 GB fassende microSD-Karte, drei Kühlkörper, ein USB C-Netzteil, ein Gehäuse und ein HDMI-Kabel.
Diese Sets – ergänzt um Tastatur und Maus – möchten wir bedürftigen Schüler*innen zur Verfügung stellen.

Die Eingabegeräte müssen nicht von uns extra erworben werden, da wir hier noch auf eigene Lagerbestände zurückgreifen können. Ausgabegeräte können wir leider nicht zur Verfügung stellen. Der Mini-Computer kann jedoch an ein herkömmliches TV-Gerät mit HDMI-Eingang angeschlossen werden, welches in den meisten Haushalten vorhanden sein sollte.

Ein positiver Nebeneffekt des Raspberry Pis ist, dass sich dieser außerdem sehr gut für den Einstieg in die Programmierung und das Experimentieren mit Elektronik eignet und man im Internet eine große Community und viele Informationen dazu findet.

Wir freuen uns riesig über eure Spenden – seien es Geldspenden für die Raspberry Pi-Kampagne oder Sachspenden in Form gebrauchter Laptops – damit die Schüler*innen ihren Lernalltag leichter gestalten und den (digitalen) Anschluss halten können.

Corona: Mund-Nasen-Schutz selbst nähen

Motivation

3D-Grafik des SARS-CoV-2-Virions.
3D-Grafik des SARS-CoV-2-Virions (gemeinfrei).

Unser Vorstandsmitglied Annette ist im Gesundheitswesen tätig und hat dadurch näheren Kontakt zu Ihren Patient*innen. Sie und ihre Kolleg*innen haben Zugriff auf die vorgeschriebenen medizinischen Mund-Nasen-Schutzmasken, die aber als Einwegprodukte in der erforderlichen Zahl nicht auch noch an alle Patient*innen ausgegeben werden können.

Daher hat sie letzten Freitag damit begonnen, detaillierte Informationen zum Thema DIY-Mundschutz zusammenzutragen, und dabei festgestellt, dass auch das Tragen alternativer, selbsthergestellter Behelfsmasken durchaus sinnvoll ist.

Dies bestätigt auch der Virologe Christian Drosten in der heute veröffentlichten 19. Folge „Masken können andere schützen“ des NDR-Podcasts „Das Coronavirus-Update“.

Dort erwähnt er, dass eine Maske zwar nicht davor schützt, selbst infiziert werden (Eigenschutz), aber dass sie Dritte vor einer Infektion durch den Träger schützen kann (Fremdschutz). Nach aktuellem Stand geht man davon aus, dass eine Infektiosität schon vor dem Einsetzen der ersten Symptome gegeben ist. Möchte man daher sicher gehen, niemanden unbewusst anzustecken, bspw. beim Einkaufen im Supermarkt, ist das Tragen einer Maske also durchaus sinnvoll. Drosten spricht hier von einer „Höflichkeitsgeste“.

Zudem kann ein Mundschutz einen zweiten psychologischen Effekt haben – nämlich den einer Selbstdisziplinierung. Man wird ständig an das Ansteckungsrisiko erinnert und verhindert somit, dass man sich unbewusst weiterhin ins Gesicht fasst. Dies setzt jedoch einen guten Sitz der Maske voraus, damit man diese selbst nicht dauernd anfasst. Und auf keinen Fall darf man die anderen Corona-Schutzmaßnahmen, wie z. B. das sorgfältige und häufige Waschen der Hände, vernachlässigen, weil man sich in falscher Sicherheit wiegt.

Julia, unsere stellvertretende Vorsitzende, hat dann ohne Zögern am Samstag damit begonnen, aus gespendeten Materialien, wie alte Stoffreste und Gummibändern, mit ihrer Nähmaschine die ersten Behelfsmasken herzustellen. Über 20 davon wurden inkl. Informationsblättern bereits am heutigen Tag an Annettes Patient*innen verschenkt, die diese Aktion fast ausschließlich positiv aufgenommen und sich sehr darüber gefreut haben.

Nähanleitung

Idee

Nach einer Idee von Nähtalente. Vielen Dank and Bettina Müller für die sehr gute Vorlage. Wir haben die ursprüngliche Anleitung lediglich durch eine Variante mit Pfeifenputzern ergänzt und die einzelnen Arbeitsschritte hier nochmals zusammengefasst.

Die Maske kann mit und ohne Futter genäht werden. Mit Futter fällt jedoch das Atmen ggf. etwas schwerer.

Benötigtes Material

  • Maske: Baumwollstoff, z. B. alte T-Shirts oder Bettlaken
  • Futter: dicht gewebter Baumwollstoff, z. B. Molton
  • Gummiband
  • Pfeifenputzer
  • Nähgarn

Zuschnitt

Kleine Maske

Maske21 cm x 16 cm
Futter16 cm x 16 cm
Gummiband2x 19 cm
Pfeifenputzer16 cm

Mittlere Maske

Maske23 cm x 17 cm
Futter18 cm x 17 cm
Gummiband2x 22 cm
Pfeifenputzer18 cm

Große Maske

Maske26 cm x 19 cm
Futter21 cm x 19 cm
Gummiband2x 24 cm
Pfeifenputzer18 cm

Anleitung

  1. Fertige zunächst ein Schnittmuster der Maske und ggf. des Futters in der gewünschten Größe an.
  2. Stecke das Schnittmuster auf deinen Stoff und schneide den Stoff zu.
  3. Wenn du die Maske mit Futter nähen möchtest, so lege das Futter mittig auf die linke
    Stoffseite deiner Maske.
  4. Lege den Pfeifenputzer entlang der oberen langen Kante auf das Futter oder mittig
    auf den Stoff deiner Maske.
  5. Klappe nun die obere Kante des Stoffes über den Pfeifenputzer, stecke ihn fest und
    nähe den Saum mit einem Geradstich.
  6. Schlage die untere Kante 1 cm ein und bügle den Einschlag fest.
  7. Schlage die Kante erneut 1 cm ein, bügle den Umschlag fest und nähe den Saum
    mit einem Geradstich.
  8. Falte deine Maske der Länge nach auf die Hälfte und bügle die Kante.
  9. Nähe von beiden Außenseiten mit einem Geradstich ca. 4 cm in Richtung Mitte. Klappe die Maske wieder auf.
  10. Klappe die obere Längsseite zur Mitte und bügle die Kante fest. Nähe wie in Punkt 9
    beschrieben zur Mitte.
  11. Klappe die untere Längsseite zur Mitte und bügle die Kante fest. Nähe wie in Punkt 9
    beschrieben zur Mitte.
  12. Bügle nun alle Falten in eine Richtung.
  13. Klappe die kurzen Seiten 1 cm ein und bügle sie fest. Nähe die kurzen Seiten mit
    einem Geradstich fest.
  14. Schlage die kurzen Seiten erneut 1 cm ein und bügle sie fest.
  15. Schiebe das Gummiband oben und unten unter den Saum und nähe dieses zusammen mit dem Saum fest (Geradstich).
Nähkante

Wichtige Hinweise zur Handhabung

Der selbstgenähte und wiederverwendbare Mund-Nasen-Schutz aus Baumwolle hält beim Sprechen, Lachen, Husten und Niesen Speichel- und Schleimtröpfchen sowie über 50 % der Partikel in der Größe der sehr kleinen Corona-Viren zurück.

Weitere Informationen zu Haushaltsmaterialien und deren Eignung für die Herstellung von DIY-Masken finden sich im Artikel „What Are The Best Materials for Making DIY Masks?“.

Hinweise zum Tragen

  1. Wasche dir gründlich die Hände, bevor du die Maske aufsetzst.
  2. Fasse die Maske beim Aufsetzen möglichst nur an den Gummibändern an. Die Maske soll Nase und Mund bedecken. Der Pfeifenputzer dient dazu, die Maske im Nasenbereich anzumodelieren.
  3. Verzichte während des Tragens darauf, die Maske hin und her zu schieben und dir ins Gesicht zu fassen.
  4. Die Maske ist nur ein ergänzender Schutz: Abstand halten, Hände waschen, in die Ellenbeuge niesen/husten und wenn möglich daheim bleiben sind weiterhin die wichtigsten Schutzmaßnahmen!
  5. Wasche dir gründlich die Hände, bevor du die Maske abnimmst.
  6. Fasse die Maske beim Absetzen möglichst nur an den Gummibändern an.
  7. Achte darauf, dass deine Maske nur von dir und niemandem sonst getragen wird.

Hinweise zur Aufbewahrung und zum Waschen

  1. Bewahre die Maske in einer sauberen Schale o. ä. und nicht in einem verschlossenen
    Behälter auf. Für einen kurzzeitigen Transport empfiehlt sich ein Briefumschlag.
  2. Wasche die Maske, wenn
    • du sie mehrfach getragen hast oder
    • sie durchfeuchtet oder
    • anderweitig verunreinigt wurde.
  3. Wasche die Maske mit Seifenlauge von Hand oder im Schonprogramm der Waschmaschine in einem Wäschesack. Bei 60°- oder 90°-Wäsche kann es zu einem leichten Einlaufen der Maske und zu einem Ausbluten der Farbe kommen. Bei Bedarf die Maske im Anschluss mit kochendem Wasser überbrühen.
  4. Trockne die Maske im Wäschetrockner im Schonprogramm (leichtes Einlaufen möglich) oder an einem der Gummibänder aufgehängt an einer Leine. Wegen möglicher Keime bitte nicht auf der Heizung oder auf dem Ofen trocknen.