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„Computertruhe“ stattet Computerlabor am „SBBZ – Förderschwerpunkt Sehen“ in Waldkirch aus

In Kooperation mit dem Verein Computertruhe e. V. nahm der Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Waldkirch am Wettbewerb Leuchttürme des digitalen Wandels des Staatsanzeigers teil. Mit der Idee, das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum Förderschwerpunkt Sehen mit Raspberry Pis (Einplatinencomputer) und ausgiebigem Zubehör auszustatten, konnte im Frühjahr 2019 einer der begehrten ersten Plätze belegt werden.

Julia Fiedler und Heidrun Albert stehen mit Abstand und Mund-Nasen-Schutzmasken im neuen Computertraum. Hinter ihnen befinden sich auf zwei Tischen verteilt vier Computerarbeitsplätze. Auf den eingeschalteten Monitoren lassen sich „Scratch“-Programme erahnen.
Julia Fiedler (links), stellvertetende Vorsitzende der „Computertruhe“ und Lehrerin am SBBZ, übergibt die neuen Geräte an Heidrun Albert (rechts), Geschäftsführerin des Fördervereins und stellvertretende Schulleiterin am SBBZ.

Die Computertruhe setzt für gewöhnlich gebrauchte Hardware wieder instand und gibt sie an bedürftige Menschen und gemeinnützige Einrichtungen weiter. Allerdings unterstützt der Verein ebenso die digitale Bildung in Workshops oder Kooperationsprojekten wie diesem.

Mit dem Preisgeld wurden zehn Raspberry Pis sowie ergänzende Sensor- und Elektronikexperimentiersets erworben. Die Vereinsmitglieder der Computertruhe übernahmen die Installation der Rechner und schenkten dem Förderverein zudem zehn Monitore und weiteres Zubehör. So konnte ein komplett neues Computerlabor eingerichtet werden, das nun von allen Schüler*innen genutzt werden kann.

Neben Office-Anwendungen bieten die kleinen Einplatinenrechner vielerlei Einsatzmöglichkeiten für den Informatik- und Technikunterricht. Die Schüler*innen bekommen Einblicke in verschiedene Programmiersprachen und können damit kleinere und größere Projekte mit Scratch oder Python entwickeln, Musik programmieren und vieles mehr. Im Technik- und Physikunterricht werden die Raspberry Pis ihren Einsatz im Bereich der Elektronik finden.

Das auf GNU/Linux basierende Betriebssystem Raspberry Pi OS beinhaltet außerdem einen Screenreader, sodass beim Anschließen eines Kopfhörers die Bildschirminhalte automatisch vorgelesen werden. In den Standardanwendungen ist das Betriebssystem komplett mit der Tastatur bedienbar und somit barrierefrei nutzbar. Für Schüler*innen mit beeinträchtigter Sehkraft ist dies in der Tat sehr vorteilhaft.

Eine im größeren Rahmen geplante Übergabefeier war wegen der Corona-Pandemie leider nicht durchführbar. Erste Unterrichtseinheiten im neuen Computerpool konnten jedoch im September 2020 bereits stattfinden.

Die „Computertruhe“ im Jahr 2020

Ein anstrengendes Jahr geht zu Ende – für unsere Mitglieder und somit auch für den Verein. Wir müssen wohl niemandem von euch erklären, dass die derzeit grassierende Corona-Pandemie auch unsere Leben, die Beziehungen zu unseren Lieben, die berufliche Situation und mehr oder weniger den ganzen Rest massiv beeinflusst hat.

Das Jahr begann mit ein paar kleineren Highlights. Wir konnten endlich das neue Ticketsystem in Betrieb nehmen, um damit zukünftig sehr viel flexibler arbeiten zu können. Zudem richteten wir im Bürgertreff Kollnau eine kleine Computerecke, bestehend aus zwei Rechnern und einem Laserdrucker, ein. Und auch das Raspberry Pi-Projekt, das wir im Rahmen des Wettbewerbs Leuchttürme des digitalen Wandels gemeinsam mit dem Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Waldkirch durchführen, kam weiter voran.

Mitte März hatte sich die Situation jedoch schlagartig geändert. Als sich bereits ein erster Shutdown ankündigte, veranstalteten wir unser herkömmliches Treffen und unsere Vorstandssitzung erstmalig in Form einer Videokonferenz – was sich bis heute nicht geändert hat. Positiv anzumerken ist hierbei, dass die Treffen dadurch auch für Gäste und weit entfernt wohnende Vereinsmitglieder deutlich zugänglicher geworden sind.

Im Zuge der weiteren Ausbreitung des Virus mussten leider einige Veranstaltungen, an denen wir gerne teilgenommen hätten, abgesagt werden. Darunter die Nachhaltigkeitswoche in der SBBZ – Förderschwerpunkt Sehen in Waldkirch oder die GPN20 (20. Gulaschprogrammiernacht) in Karlsruhe. Überdies entschieden wir uns final dazu, die Mitgliederversammlung ins Jahr 2021 zu verlegen.

Zum Schutz der Gesundheit aller entschlossen wir uns im März dazu, vorerst keine Spenden mehr anzunehmen und herauszugeben, sondern bis auf Weiteres nur Computer auf Vorrat instandzusetzen. Und da zu dieser Zeit ebenfalls die Verfügbarkeit von Mund-Nasen-Bedeckung sehr begrenzt war, verließen wir ausnahmweise den digitalen Sektor und erstellten und veröffentlichten eine Nähanleitung für Alltagsmasken.

Als dann die Schulen geschlossen wurden, erhielten wir immer häufiger Anfragen von Eltern oder auch Schüler*innen, denen passende Endgeräte fehlten. Daraufhin starteten wir einen Spendenaufruf für gebrauchte Laptops und sammelten parallel dazu Geld ein, um damit Raspberry Pi-Sets als Notlösung finanzieren und weitergeben zu können. Es hatte lediglich zwei Tage gedauert, um das Geld für zehn solcher Sets beisammenzuhaben. Zusätzlich wurden finanzielle Mittel gesammelt, um Paketmarken kaufen zu können, da wir zwischenzeitlich den Versand von Kleingeräten, wie Laptops oder Tablets, eingeführt haben.
Um die akute Not in den Familien etwas zu lindern, wurden „Homeschooling-Anfragen“ ausnahmsweise drei Monate lang bevorzugt behandelt. Zwischenzeitlich hatte der Vorstand beschlossen, dass neben dem Postversand die persönliche Annahme und Abgabe von Spenden unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich wurde.
Des Weiteren gaben wir Familien etwas Hilfestellung bei der Suche nach günstigen Gebrauchtcomputern an die Hand. Wir erstellten eine kleine Liste mit entsprechenden Händlern und stellten weitere Infos zur Verfügung, wie man auf anderen Wegen an Rechner gelangen könnte.
Am Ende der Homeschooling-Aktion, nach fast 500 Tickets, 120 versendeten Paketen und 2.500 € eingesammelten Spendengeldern, konnten wir knapp 100 Geräte an bedürftige Schüler*innen verschenken.

Da während der Pandemie obendrein der Bedarf nach einem gemeinwohlorientierten digitalen Ökosystem noch deutlicher sichtbar wurde, sind wir einem Bündnis mehrerer zivilgesellschaftlicher Organisationen beigetreten, das sich für eine unabhängige digitale Infrastruktur und freien Zugang zu Wissen einsetzt.

Zugang zu unserem internen Wissen erhält man seit geraumer Zeit über die neue Artikelkategorie „Tipp“, unter der wir in unregelmäßigen Abständen Interessantes aus den Bereichen Hard- und Software vorstellen, sowie über unser Vereinswiki, welches auch Nichtmitgliedern und potentiellen Neumitgliedern einen Einblick in den Maschinenraum der Computertruhe gestattet.

Es gab in 2020 auch etwas zu feiern. Unser Berliner Standort feierte seinen ersten Geburtstag und die Computertruhe konnte den 1000. Rechner seit Bestehen des Projekts verteilen. Dies geschah viel früher als erwartet, da allein in einem halben Jahr aufgrund der Homeschooling-Aktion bereits über 250 Desktops, Laptops und Tablets herausgegeben wurden – gewöhnlich die Menge eines gesamten Jahres. Zusätzlich gab es mehrere Anfragen gemeinnütziger Einrichtungen, die Computerräume einrichten wollten. So bekam u. a. der Stuttgarter Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes Desktop-PCs von uns, um eine Computerecke in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete aufbauen zu können.

Im September teilten wir den Aufruf des Klimaaktionsbündnisses Freiburg und der Freiburger Ortsgruppe der Fridays for Future-Bewegung, am globalen Klimastreik am 25. September teilzunehmen – natürlich unter Einhaltung entsprechender Corona-Verhaltensregeln. Denn auch wenn sich seit Monaten alles um die Pandemie dreht, mit der Klimakrise erwartet die Menschheit leider eine noch weitaus größere Bedrohung.

An die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen, wie Infoständen auf Marktplätzen oder Empfängen für Neubürger*innen, war im Jahr 2020 selbstverständlich nicht zu denken. Daher freuten wir uns besonders darüber, dass wir zum Vintage Computing Festival Berlin (VCFB) eingeladen wurden, welches diesmal dezentral und online gefeiert wurde. Ebenfalls waren wir zwischen den Jahren zu Gast bei der Remote Chaos Experience (rC3) des CCC und konnten uns dort mit einer Assembly in einer virtuellen 2D-Welt – der rC3 world – präsentieren (etwas mehr dazu folgt in einem separaten Artikel in den kommenden Tagen).

Und um die Zeit bis zu den Weihnachtsfeiertagen bzw. bis zum rC3 etwas zu verkürzen, hatten wir uns ein Adventsrätsel für die Adventssonntage mit kleinen Überraschungspakete für die Gewinner*innen überlegt.

Zu guter Letzt danken wir nochmals herzlich allen Menschen, die sich in diesen letzten, außergewöhnlichen Monaten für den Verein eingesetzt haben. Ebenso möchten wir all den Privatpersonen sowie Unternehmen unseren Dank ausdrücken, die uns mit gebrauchter Hardware versorgt haben, v. a. PR hoch drei, Normfest, CC4Remarketing, geOps, SH business COM und Nitrokey.

Wir wünschen euch allen einen guten Start ins Jahr 2021. Bleibt gesund!

Euer Vorstand des Vereins Computertruhe e. V.

Ein Ausschnitt der Hauptplatine eines Laptops in Herzform.

Unsere Homeschooling-Aktion in Zahlen

Am 29. März starteten wir offiziell unsere Homeschooling-Aktion, um Schüler*innen aus bedürftigen Familien während der Corona-Pandemie mit Computern zu unterstützen. Hinter uns liegen nun drei sehr arbeitsintensive Monate, in denen wir jedoch auch herzliche Dankbarkeit, positives Feedback und viele Sach- und Geldspenden verzeichnen durften. Vielen Dank dafür!

Die Fakten

Im Zeitraum vom 29. März bis 30. Juni …

  • … landeten über unsere Website 483 Nachrichten in unserem Ticketsystem: 132 allgemeine Anfragen, 192 Nachrichten von potentiellen Hardwarespender*innen und 159 von potentiellen Empfänger*innen. Unter den Anfragenden der letztgenannten Kategorie befanden sich auch Familien mit mehreren schulpflichtigen Kindern und Schulfördervereine, die nicht nur Bedarf an einem Gerät hatten. Demnach wurden deutlich mehr als 159 Laptops bei uns angefragt. Von den insgesamt 483 Tickets konnten bereits 352 abschließend bearbeitet werden.
  • … wurden 98 Geräte gereinigt, getestet, bei Bedarf repariert und aufgerüstet, mit aktuellem Betriebssystem und für das Homeschooling notwendiger Software ausgestattet und an Schüler*innen bzw. Schulfördervereine übergeben. Darunter zehn Raspberry Pi-Sets (mit komplettem Zubehör nur ohne Bildschirm), elf Desktops (inkl. Bildschirm und Eingabegeräten), 65 Laptops, fünf Smartphones und sieben Tablets. Ergänzend wurden zudem Webcams, Lautsprecher, Headsets oder Laptop-Taschen herausgegeben.
  • … wurden über 120 Pakete ausgepackt, verpackt und versendet. Denn aufgrund des Gebots der Kontaktreduktion präferierten wir den Postversand. Überdies wohnten viele Anfragende nicht in unmittelbarer Nähe zu einem unserer Standorte und den dort aktiven Mitgliedern.
  • … wurden über 100 Paketmarken verwendet, um Geräte an die Empfänger*innen zu verschicken und um Sachspender*innen die kostenfreie Zusendung ihrer Spende an uns zu ermöglichen. Einige Personen nahmen die angebotenen Paketmarken nicht in Anspruch und spendeten die Versandkosten freundlicherweise gleich mit.
  • … erhielten wir Geldspenden im Wert von knapp 2.500 €. Davon landeten mehr als 500 € direkt auf unserem Vereinskonto und beinahe 1.900 € kamen über unsere betterplace.org-Spendenkampagnen für die Anschaffung von zehn Raspberry Pi-Sets und die Begleichung der Portokosten zusammen.
  • … wurde die Aktion hauptsächlich von sechs Vereinsmitgliedern ehrenamtlich neben Beruf, Familie und sonstigen privaten Anforderungen gestemmt.

Wie geht es nun weiter?

Wir haben uns vorstandsintern bereits Anfang Juni darauf verständigt, unsere Homeschooling-Aktion, in der wir ausschließlich Schüler*innen mit Rechnern ausgestattet haben, zum 30. Juni zu beenden. Hierfür gibt es unterschiedliche Gründe, wie bspw. die nahenden Sommerferien oder langsam anlaufende staatliche Programme zur Ausstattung der Schüler*innen mit passenden Endgeräten. Außerdem finden sich auf unserer herkömmlichen Warteliste viele weitere Personen und Einrichtungen, die ebenfalls dringenden Bedarf an Computern haben. Und natürlich waren die vergangenen drei Monate trotz aller Freude, die uns unsere Vereinstätigkeit bereitet, auch einfach sehr anstrengend. Denn uns war es wichtig, unter den gegebenen Umständen möglichst schnell auf alle Anfragen zu antworten und die Rechner ihren neuen Besitzer*innen zukommen zu lassen. Denn digitale Teilhabe und Lernerfolg dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

Nun wollen wir ein bisschen das Tempo drosseln und wieder zum Normalbetrieb der Computertruhe zurückkehren. Die noch rund 70 offenen Rechneranfragen für Schüler*innen aus dem Aktionszeitraum werden wir weiterhin bevorzugt bearbeiten, jedoch auch dringliche Gesuche aus unserer bisherigen Warteliste angehen, die wir in den vergangenen Monaten zurückgestellt haben.

Selbstverständlich können auch weiterhin jederzeit Spendenanfragen für bedürftige Schüler*innen gestellt werden. Diese reihen sich nun jedoch in die normale Warteliste ein, wodurch es mehrere Monate dauern kann, bis wir ein entsprechendes Gerät zur Verfügung stellen können. Wie lange die Wartezeit ist, hängt in erster Linie davon ab, wie viele geeignete Rechner wir gespendet bekommen – Laptops werden daher nach wie vor stets gesucht.

„Computertruhe“ hilft, damit Homeschooling ein Lernerfolg werden kann

Aufgrund der Corona-Pandemie werden seit mehreren Wochen alle Schüler*innen in Deutschland zu Hause unterrichtet. Wann ein regulärer Schulbetrieb wieder möglich sein wird, ist bisher nicht absehbar. Plötzlich muss nun das sogenannte Homeschooling über das Internet funktionieren – dabei wurden Digitalisierung und Medienkompetenz im Bildungssystem jahrelang vernachlässigt. Zahlreiche Lernplattformen, Messenger- und Videokonferenz-Software lassen das digitale Lernen und Unterrichten auf den ersten Blick einfach erscheinen. Doch nicht alle Schüler*innen haben die technischen Voraussetzungen, diese digitalen Werkzeuge nutzen zu können.

In den letzten drei Wochen trafen beim Verein Computertruhe e. V. mehr als 50 Anfragen nach Laptops für Schulkinder aus ganz Deutschland ein. Das zeigt deutlich, dass nicht jede Familie einen Computer besitzt oder sich gerade in der jetzigen Situation ein Gerät leisten kann, an dem die Schüler*innen ihre Schulaufgaben bearbeiten können. Die Arbeitsaufträge werden häufig über Cloud-Dienste oder per E-Mail verteilt, erledigte Aufgaben sollen entsprechend zurückgesendet oder auf Lernplattformen hochgeladen werden. Manche Schüler*innen können zwar per Smartphone oder Tablet an Videokonferenzen teilnehmen, aber die wenigsten Schulaufgaben können auch damit erledigt werden. Julia Fiedler, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, fordert: „Der Zugang zu und die erfolgreiche Teilhabe an Bildung dürfen nicht von den finanziellen Möglichkeiten der Familien abhängen.“

Die Computertruhe, die nun schon seit fünf Jahren gespendete Computer aufbereitet und an bedürftige Menschen weitergibt, hat daher Ende März eine Spendenaktion ins Leben gerufen, bei der innerhalb von nur zwei Tagen 1.000 € zur Finanzierung von zehn Raspberry Pi-Computer-Sets gesammelt werden konnten. Darüber hinaus sucht der Verein deutschlandweit nach gebrauchten Laptops, um den Schüler*innen dabei zu helfen, ihren Lernalltag leichter gestalten und den (digitalen) Anschluss halten zu können. Spendenannahmen und -abgaben erfolgen aufgrund der Corona-Pandemie ausschließlich per Versand. Um die Versandkosten zu decken, wurde eine weitere Spendenkampagne auf betterplace.org veröffentlicht, bei der bereits 40 % des Spendenziels erreicht wurden.

Die Nachfrage nach Laptops ist sehr viel höher als das Angebot an gespendeten Geräten. Allerdings können die Schüler*innen gerade in der aktuellen Zeit nicht mehrere Monate auf einen Rechner warten. Unternehmen oder Privatpersonen, die noch gebrauchsfähige, ungenutzte Laptops besitzen und diese gerne spenden möchten, können sich über das Kontaktformular auf der Website des Vereins an diesen wenden.

Corona: Hilf uns mit deiner Spende, bedürftige Schüler*innen mit einem „Raspberry Pi“-Set oder einem gebrauchten Laptop auszustatten

3D-Grafik des SARS-CoV-2-Virions.
3D-Grafik des SARS-CoV-2-Virions (gemeinfrei).

Die Corona-Krise ist für uns alle eine noch nie dagewesene Situation, die sehr vielen Menschen schwer zu schaffen macht. Unser Alltag ist aus den Fugen geraten und durch die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Viruses, sind wir gezwungen, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben. Zudem wurden Mitte März die Bildungseinrichtungen geschlossen, weshalb seitdem Schüler*innen von daheim aus unterrichtet werden.

Aus Hilfsanfragen an uns wissen wir, dass es Familien gibt, in denen die Kinder keine Möglichkeit haben, zu Hause einen Computer zu nutzen. So ist allenfalls ein Smartphone verfügbar, mit dem man jedoch viele Aufgaben nur schwer bis gar nicht bearbeiten kann.

„Raspberry Pi 4 Model B“-Platine, an der unterschiedliche Stecker angeschlossen sind.
Unsere Testplatine, mit der wir die Bürotauglichkeit untersucht haben.

Unglücklicherweise haben wir im Moment (noch) keine Laptop-Spenden erhalten, mit denen wir hier aushelfen können. Daher haben wir zusätzlich eine Spendenkampagne bei betterplace.org gestartet, um zehn Raspberry Pi 4 Model B-Sets finanzieren zu können. Nach einigen Tests und Erfahrungsberichten Dritter können wir bestätigen, dass das neueste Modell dieses Einplatinencomputers durchaus als Ersatz für einen herkömmlichen Büro-PC dienen kann. Ein Internet-Browser (Chromium) und Office-Anwendungen (LibreOffice) sind vorinstalliert, Video-Streaming und auch Videokonferenzen (getestet wurde Jitsi Meet) sind ebenfalls möglich (sofern eine Webcam mit Mikrofon vorhanden ist).

Ein solches Set besteht aus den folgenden Komponenten:

  • Raspberry Pi 4 Model B mit 4 GB RAM, WLAN und Bluetooth
  • HDMI-Videokabel
  • Netzteil
  • Tastatur
  • Maus
  • Gehäuse
  • microSD-Karte für das Betriebssystem
  • Kühlkörper
Das Bild zeigt die einzelnen Komponenten unseres „Raspberry Pi“-Sets: Eine „Raspberry Pi 4 Model B“-Platine, eine 16 GB fassende microSD-Karte, drei Kühlkörper, ein USB C-Netzteil, ein Gehäuse und ein HDMI-Kabel.
Diese Sets – ergänzt um Tastatur und Maus – möchten wir bedürftigen Schüler*innen zur Verfügung stellen.

Die Eingabegeräte müssen nicht von uns extra erworben werden, da wir hier noch auf eigene Lagerbestände zurückgreifen können. Ausgabegeräte können wir leider nicht zur Verfügung stellen. Der Mini-Computer kann jedoch an ein herkömmliches TV-Gerät mit HDMI-Eingang angeschlossen werden, welches in den meisten Haushalten vorhanden sein sollte.

Ein positiver Nebeneffekt des Raspberry Pis ist, dass sich dieser außerdem sehr gut für den Einstieg in die Programmierung und das Experimentieren mit Elektronik eignet und man im Internet eine große Community und viele Informationen dazu findet.

Wir freuen uns riesig über eure Spenden – seien es Geldspenden für die Raspberry Pi-Kampagne oder Sachspenden in Form gebrauchter Laptops – damit die Schüler*innen ihren Lernalltag leichter gestalten und den (digitalen) Anschluss halten können.

Erster Platz für die „Computertruhe“ beim Wettbewerb „Leuchttürme des digitalen Wandels“

Vergangenen Donnerstag war der Verein Computertruhe e. V., vertreten durch seine stellvertretende Vorsitzende Julia Fiedler und die Beisitzerin Annette Linder, zur Preisverleihung des Staatsanzeiger-Wettbewerbs Leuchttürme des digitalen Wandels in die Villa Reitzenstein nach Stuttgart eingeladen.

Als eines von insgesamt 21 Projekten nahm die Computertruhe gemeinsam mit der Stadt Waldkirch an dem landesweiten Wettbewerb zum Thema Digitalisierung teil und wurde in Form der Reportage „Damit der digitale Wandel nicht vom Geldbeutel abhängt“ im Staatsanzeiger vorgestellt. Nachdem alle Projekte zwischen September 2018 und Januar 2019 dort porträtiert wurden, bestimmten eine Online-Abstimmung und eine Jury die 15 Sieger. Dabei landete die Computertruhe mit vier weiteren großartigen Projekten auf einem der mit 2500 € dotierten fünf ersten Plätze. „Wir freuen uns riesig darüber, unter den Preisträgern zu sein und danken herzlich allen, die für uns gestimmt haben. Jetzt können wir es kaum erwarten, unser Bildungsprojekt anzugehen, welches durch diese Auszeichnung erst ermöglicht wird“, sagt Julia Fiedler.

Mit einem Großteil des gewonnenen Preisgeldes wird die Computertruhe in Kooperation mit dem Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Waldkirch und nach Beratung mit den zuständigen Lehrkräften der Fächer Informatik und Technik mehrere Raspberry Pi-Einplatinencomputer inkl. Zubehör für den Unterricht im Staatlichen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat Förderschwerpunkt Sehen anschaffen. Zusätzlich wird es eine Schulung für die Lehrkräfte geben, wie diese die kleinen Rechner in der Schule sinnvoll fächerübergreifend einsetzen können.

Die Gewinner aus Waldkirch präsentieren im Park der Villa Reitzenstein ihre übergroßen Schecks und die beiden kleinen Leuchttürme, die sie als Trophäen erhalten haben.
Neben der „Computertruhe“ war mit dem Projekt „Digitale Stadtrundgänge des Stadtarchivs Waldkirch“ ein weiteres Waldkircher Projekt unter den Gewinnern. V. l. n. r.: Dirk Metzeler und Valerie Kronenthaler vom „Projekt Digitale Stadtrundgänge“ , Gregor Swierczyna, Leiter der Abteilung 2.1 Kultur der Stadt Waldkirch, Annette Linder und Julia Fiedler von der „Computertruhe“ , Roman Götzmann, Oberbürgermeister der Stadt Waldkirch (Foto mit freundlicher Genehmigung der Stadt Waldkirch).

„Computertruhe“ tritt mit „Raspberry Pi“-Projekt beim Wettbewerb „Leuchttürme des digitalen Wandels“ an – jetzt abstimmen!

Zum vierten Mal veranstaltet die Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH & Co. KG einen ihrer Leuchtturmwettbewerbe, welcher sich 2018/2019 dem Thema Digitalisierung widmet und den Titel Leuchttürme des digitalen Wandels trägt.

Gemeinsam mit der Stadt Waldkirch hat sich die Computertruhe letztes Jahr dort mit einem Projekt beworben, welches in der Ausgabe 38/2018 des Staatsanzeigers im Artikel „Damit der digitale Wandel nicht vom Geldbeutel abhängt“ vorgestellt wurde. Wenn die Computertruhe gewinnt, möchte sie das Preisgeld dazu nutzen, um gemeinsam mit dem Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Waldkirch mehrere Raspberry Pi-Einplatinencomputer für den Informatik- und Technikunterricht im Staatlichen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat Förderschwerpunkt Sehen anzuschaffen und Lehrkräfte darin zu schulen, wie diese kleinen Rechner in der Schule fächerübergreifend genutzt werden können.

Ob dieses Projekt Wirklichkeit werden kann, hängt davon ab, ob die Computertruhe in der Onlineabstimmung des Staatsanzeigers genug Stimmen erhält, um auf einem der ersten drei Plätze zu landen. Die Abstimmung läuft noch bis zum 31. März 2019 auf der Seite des Staatsanzeigers: https://www.staatsanzeiger.de/staatsanzeiger/buergerbeteiligung/abstimmung/

Weitere Informationen finden sich auch auf der Website des Vereins unter https://computertruhe.de/neuigkeiten/.

„Computertruhe“ tritt mit „Raspberry Pi“-Projekt beim Wettbewerb „Leuchttürme des digitalen Wandels“ an – jetzt abstimmen!

Zum vierten Mal veranstaltet die Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH & Co. KG einen ihrer Leuchtturmwettbewerbe, welcher sich 2018/2019 dem Thema Digitalisierung widmet und den Titel Leuchttürme des digitalen Wandels trägt.

Gemeinsam mit der Stadt Waldkirch haben wir uns letztes Jahr dort mit einem Projekt beworben, welches in der Ausgabe 38/2018 des Staatsanzeigers im Artikel „Damit der digitale Wandel nicht vom Geldbeutel abhängt“ vorgestellt wurde. Wenn wir gewinnen, möchten wir das Preisgeld dazu nutzen, um gemeinsam mit dem Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Waldkirch mehrere Raspberry Pi-Einplatinencomputer für den Informatik- und Technikunterricht im Staatlichen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat Förderschwerpunkt Sehen anzuschaffen und Lehrkräfte darin zu schulen, wie diese kleinen Rechner in der Schule fächerübergreifend genutzt werden können.

Ihr könnt uns dabei helfen, dieses Projekt Wirklichkeit werden zu lassen, in dem ihr bis zum 31. März online beim Staatsanzeiger für uns eine Stimme abgebt. Für die Abstimmung ist hierbei keinerlei Registrierung notwendig.

Herzlichen Dank!