„Computertruhe Chemnitz“ erhält 1.500 € Förderung und viel Zuspruch

Der Standort Chemnitz der Computertruhe hat im Rahmen des Zukunftspreises erfolgreich über 800 Stimmen gesammelt und erhält dafür 1.500 € Fördermittel für die weitere Arbeit vor Ort.

Die Abstimmungsphase war für das Team in Chemnitz mit großem Aufwand verbunden. In den vergangenen Wochen wurden zahlreiche Menschen im persönlichen Umfeld angesprochen, Aufrufe über Messenger und soziale Medien geteilt sowie Unterstützer*innen gebeten, die Computertruhe bekannt zu machen und zur Abstimmung zu motivieren. Auch auf den Chemnitzer Linux-Tagen war der Standort an zwei Tagen präsent und konnte dort mit vielen Besucher*innen über die Arbeit der Computertruhe ins Gespräch kommen.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Projekt durch einen Radiobeitrag, zwei Presseartikel sowie Unterstützung aus dem Umfeld der TU Chemnitz. Am Standort selbst wurden außerdem Plakate erstellt und aufgehängt, um auf die Abstimmung aufmerksam zu machen. Auch andere Standorte der Computertruhe haben die Aufrufe aus Chemnitz weiterverbreitet und damit zum Ergebnis beigetragen.

Neben der Freude über die Fördermittel bleibt vor allem der große Zuspruch in Erinnerung, den der Standort Chemnitz in dieser Zeit erfahren hat. Viele Menschen haben nicht nur abgestimmt, sondern sich auch für die Arbeit der Computertruhe interessiert, Fragen gestellt und das Projekt weiterempfohlen. Dabei wurde deutlich, dass das Thema viele anspricht: gebrauchte Computer weiter zu nutzen, statt sie vorschnell zu entsorgen, nur weil bspw. Windows 11 auf älteren Geräten nicht mehr läuft.

Für das Team in Chemnitz ist das ein wichtiges Signal. Die Rückmeldungen zeigen, dass die Idee, funktionstüchtige Geräte aufzubereiten und weiterzugeben, auf große Zustimmung stößt. Neben den Stimmen für den Wettbewerb konnten so auch viele Gespräche geführt, die Arbeit der Computertruhe erklärt und neue Menschen erreicht werden.

Der Standort Chemnitz bedankt sich herzlich bei allen, die abgestimmt, die Aufrufe geteilt und das Projekt unterstützt haben.

Einladung zum nächsten offenen Treffen und zur Vorstandssitzung

Am 8. April um 20:00 Uhr finden das nächste offene Treffen und parallel die nächste Vorstandssitzung in Form einer Videokonferenz statt. Neben den Vereinsmitgliedern sind wie gewohnt ebenfalls alle anderen an der Computertruhe interessierten Menschen herzlich willkommen.

Tagesordnung:

  1. Fragen zum letzten Protokoll
  2. Standortübergreifender Austausch mit unseren Mitgliedern
  3. Umfrageversand an Spendenempfänger*innen
  4. Sonstiges

Vorankündigung zum 4. „DI.DAY“ am heutigen und kommenden Sonntag

Am 4. DI.DAY legen wir euch ein ganz besonderes minzfrisches Ei ins Osternest. Im Artikel „Linux Mint – unser Betriebssystem der Wahl inkl. Handbuch für Ein- und Umsteiger*innen“ werden wir berichten, warum wir Computertruhe-Rechner in der Regel mit dieser Distribution ausstatten und was uns unsere Empfänger*innen dazu rückmelden. Zudem wollen wir euch unser bis dahin frisch aktualisiertes Linux Mint – Handbuch der Computertruhe für Ein- und Umsteiger*innen präsentieren, mit welchem wir seit 2022 frischgebackenen Linux-Nutzer*innen die ersten Schritte erleichtern.

Bereits am heutigen Sonntag sind Computertruhe-Mitglieder bei folgenden DI.DAY-Aktionen bzw. Veranstaltungen dabei:

Und am Ostersonntag könnt ihr sie hier antreffen:

Das Chemnitzer Team freut sich schon auf die „Chemnitzer Linux-Tage 2026“

Verschmelzung unseres „Computertruhe“-Logos mit dem Logo der „Chemnitzer Linux-Tage“.

Die Computertruhe wird erneut mit einem Stand an den Chemnitzer Linux-Tagen vertreten sein. Die Veranstaltung mit dem Motto „Souveräne Digitalität“ findet dieses Jahr am 28. und 29. März in Chemnitz auf dem Gelände der Technischen Universität, Reichenhainer Straße 90, statt.

Den Besucher*innen wird ein vielseitiges Programm aus 107 Vorträgen, 14 Workshops, einem speziellen Juniorangebot sowie zahlreichen Möglichkeiten zum Austausch mit Ausstellenden geboten. Zudem nutzt der Chaos Computer Club Chemnitz die Gelegenheit, um den monatlichen Digital Independence Day in der Region zu etablieren und lädt interessierte Gäste zu einem Treffen ein.

Ein Besuch der Veranstaltung lohnt sich also definitiv. Und wenn ihr schon mal dort seid, kommt sehr gerne beim Team der Chemnitzer Computertruhe vorbei. Vielleicht lädt es euch ja zu einer Flasche Truhe-Mate ein. 😉

Digitale Teilhabe durch Kreislaufwirtschaft für IT-Geräte: „Computertruhe“ Chemnitz wird fünf Jahre alt

Die Computertruhe in Chemnitz feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Seit Februar 2021 haben die ehrenamtlich Engagierten mehr als 2.000 gespendete IT-Geräte aufbereitet und kostenlos an nachweislich bedürftige Menschen und gemeinnützige Organisationen in Chemnitz und der Region weitergegeben – und verbinden damit digitale Teilhabe mit konkretem Umwelt- und Ressourcenschutz.

Seit Mitte 2022 arbeitet der Verein in den Räumen des Reparatur-Cafés an der Ecke Paul-Arnold-Straße/Sonnenstraße in Chemnitz. Rund zehn Ehrenamtliche bereiten dort gespendete Computer und mobile Endgeräte fachgerecht auf und statten diese mit ressourcenschonenden Linux-Betriebssystemen und Alltagssoftware aus. Anfragen erreichen die Computertruhe aus dem gesamten Stadtgebiet und der Region. Menschen kommen u. a. aus Frankenberg oder Mittweida nach Chemnitz, um einen dringend benötigten Computer zu erhalten – etwa für Bewerbungen, das Deutschlernen, den Kontakt mit Behörden oder schlichtweg, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Auch Vereine und Initiativen werden regelmäßig unterstützt.

Die Bilanz nach fünf Jahren unterstreicht den Bedarf: Zwischen Februar 2021 und März 2026 wurden am Standort Chemnitz über 2.050 Geräte weitergegeben, darunter über 1.000 Laptops, 550 Desktop-Computer und 350 Bildschirme sowie Drucker, Tablets und Smartphones. Allein im Jahr 2025 waren es über 650 Geräte.

Neben dem sozialen Mehrwert hat die Arbeit auch eine messbare ökologische Wirkung. Karola Köpferl, Gründungsmitglied, erklärt: „Der größte Klimaschutzeffekt liegt in der längeren Nutzung vorhandener Geräte, denn die größte Menge an CO₂-Emissionen von Computern entsteht bereits bei Herstellung und Lieferkette.“ Ein weitergenutzter Laptop spart rund 100 bis 200 Kilogramm CO₂e, Desktop-Systeme häufig mehrere hundert Kilogramm. Insgesamt konnten so seit 2021 rund 200 Tonnen CO₂e vermieden werden.

Aktuell sammelt die Initiative Stimmen beim Zukunftswettbewerb der Sparkasse Chemnitz. Die Abstimmung endet am 2. April 2026 um 12:00 Uhr. Es geht um bis zu 2.000 Euro Fördergeld, die dringend u. a. für den Kauf von Spezialwerkzeugen, Ersatzteilen wie SSDs, Arbeitsspeicher und Akkus und die barrierearme Ausgestaltung der Vereinsräumlichkeiten benötigt werden. Und so funktioniert die Abstimmung: Link öffnen, deutsche Mobilfunknummer eingeben und den SMS-Code bestätigen. Pro Mobilfunknummer ist eine Stimme möglich. Die Nummer wird ausschließlich für den Wettbewerb verwendet, verschlüsselt abgelegt und nach der Aktion gelöscht.

Neben gespendeten Laptops, SSDs und Arbeitsspeicher freut sich der Verein ebenso über finanzielle Unterstützung und selbstverständlich auch über Interessierte, die die Arbeit der Computertruhe kennenlernen und aktiv unterstützen möchten.

SMS, Jetons und Pfandbons für die „Computertruhe“

Da wir jedes Jahr für einen nicht unerheblichen Geldbetrag Ersatzteile wie SSDs, RAM-Riegel und Akkus, Werkzeug und Reinigungsutensilien zukaufen sowie laufende Kosten wie Mieten und Versicherungen bezahlen müssen, nehmen wir regelmäßig an Förderwettbewerben und Spendenaktionen teil.

Aktuell kann man uns bei drei Aktionen unterstützen:

Bundesweit kann man via SMS die Bewerbung unseres Chemnitzer Teams um den Zukunftspreis der Sparkasse Chemnitz noch bis zum 2. April im Ranking nach oben votieren.

Im Edeka-Markt Sigel in Esslingen Lammgarten (Plochinger Straße 115, 73730 Esslingen am Neckar) nehmen wir noch bis zum 21. März am Spendenmarathon teil. Das Team Esslingen-Nürtingen freut sich, wenn bis dahin viele Jetons, die die Kund*innen für Einkäufe ab 50 € im Markt erhalten, in der Spendensäule der Computertruhe landen.

Im REWE-Markt Dieter Schneider in Gutach im Breisgau (Simonswälder Straße 39/1, 79261 Gutach im Breisgau) können Kund*innen am Pfandrückgabeautomaten ihre Pfandbons in eine Spendenbox werfen. Voraussichtlich bis zum 31. Mai werden diese zugunsten des Breisgauer Teams gesammelt, welches herzlich für die Unterstützung dankt.

Einladung zum nächsten offenen Treffen und zur Vorstandssitzung

Am 11. März um 20:00 Uhr finden das nächste offene Treffen und parallel die nächste Vorstandssitzung in Form einer Videokonferenz statt. Neben den Vereinsmitgliedern sind wie gewohnt ebenfalls alle anderen an der Computertruhe interessierten Menschen herzlich willkommen.

Tagesordnung:

  1. Fragen zum letzten Protokoll
  2. Standortübergreifender Austausch mit unseren Mitgliedern
  3. Ehrenamtskarte Baden-Württemberg
  4. Sonstiges

Warum, wozu und wie wir den Instant Messenger „Signal“ vereinsintern seit zehn Jahren nutzen

Wir haben Signal schon genutzt, als es noch TextSecure hieß! 😉 Bereits im April 2014 haben die Menschen, die ein Jahr später im Breisgau die Computertruhe gründeten, auf Cryptopartys über „Mobile Instant Messenger – Sichere Alternativen zu WhatsApp“ informiert. Daher war von vornherein klar, dass die Computertruhe sowohl intern als auch nach außen auf einen entsprechend sicheren Open Source Messenger setzen würde. Die Wahl fiel in Abwägung zu dem damals ebenfalls viel genutzten Messenger Threema auf Signal, u. a. aufgrund der Tatsache, dass Signal zu der Zeit bereits komplett auf Open Source setzte und die von uns gewünschten Funktionen und Sicherheitsaspekte erfüllte.

Soviel dazu, warum wir Signal nutzen. Nun zum Wozu und Wie. Während die externe Kommunikation mit Personen, die uns etwas spenden oder etwas von uns erhalten möchten oder allgemeine Fragen an uns haben, über das Kontaktformular unserer Website und das nachgeschaltete Ticketsystem läuft, nutzen wir Signal für unsere vereinsinterne Kommunikation. Um der Fülle an Themen gerecht zu werden und um gleichzeitig für die einzelnen Mitglieder die Nachrichtenmenge nicht zu groß werden zu lassen, haben wir im Verlauf der Jahre dutzende verschiedener Gruppen für den gegenseitigen Austausch erstellt. Die Grundvoraussetzungen, um in eine dieser Gruppen aufgenommen zu werden, sind eine Vereinsmitgliedschaft und die Unterzeichnung unserer Datenschutzverpflichtung. Dass diese Kriterien erfüllt und eingehalten werden, stellt das Vorstandsteam sicher.

In den 14 Standortgruppen tauschen sich die jeweiligen Standortmitglieder über ihre lokalen Sachverhalte aus. In den Themengruppen werden – dauerhaft oder auch nur zeitlich begrenzt – klar abgrenzbare Aufgaben oder Angelegenheiten besprochen, wie z. B. die Vorbereitung der nächsten Mitgliederversammlung, die Überarbeitung unseres Linux Mint-Handbuchs oder die Planung unserer Aktivitäten rund um den Digital Independence Day. Unsere größte Gruppe ist die Aktive, in der sich aktuell 141 Mitglieder befinden und die allen aktiven Mitgliedern als Quelle für wichtige Informationen dient und v. a. Hilfestellungen anbietet, wenn es offene Fragen zu beantworten oder Probleme zu lösen gilt – egal ob technischer oder organisatorischer Natur. Selbstverständlich bleibt es dabei nicht aus, dass sich in manche Diskussionen enthusiastisch sehr viele stürzen und diese ausdehnen, doch in der Regel schaffen wir es ganz gut, eine gewisse Funkdisziplin zu halten oder uns gegenseitig in unsere BällebadSignal-Gruppe zu verweisen, in der beliebige Themen besprochen und u. a. Witziges geteilt werden kann.

Und was sagen nun unsere aktiven Mitglieder dazu? Da wir vereinsintern von Anfang an Signal für die verschiedensten Aufgaben nutzen, legen wir unseren Mitgliedern die Nutzung dieses Messengers sehr nahe. Selbstverständlich kann man sich auch ohne Signal-Konto als aktives Mitglied in der Computertruhe engagieren, doch die Mitarbeit in manchen Bereichen wäre dadurch stark erschwert oder eingeschränkt. In unserer Gruppe Aktive haben wir vergangene Woche eine kleine Umfrage durchgeführt. Von 85 Teilnehmenden gaben 74 (87 %) an, dass sie Signal schon vor ihrer Mitgliedschaft im Verein privat bzw. beruflich genutzt haben. 9 (10,6 %) äußerten, dass sie den Instant Messenger gerne im Rahmen ihres Vereinsbeitritts installiert hätten. Und lediglich 2 Personen (2,4 %) sagten, dass sie Signal ungern und eher gezwungenermaßen im Rahmen ihres Vereinsbeitritts installiert hätten.

Die Frage, wie gut Signal ihrer Meinung nach im Vergleich zu anderen Instant Messengern für die aktuellen Anwendungsbereiche in der Computertruhe geeignet sei, beantworteten insgesamt 78 Mitglieder. 21 (26,9 %) Mitglieder waren der Meinung, dass Signal besser, 47 (60,3 %), dass es genau so gut geeignet sei wie andere Messenger. Lediglich 6 (7,7 %) Personen äußerten, dass Signal schlechter geeignet sei als andere Messenger. 4 (5,1 %) Teilnehmende nutzen die Antwortoption „Keine Angabe. / Ich nutze keinen anderen Messenger.“

Fazit:

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass (potenzielle) Vereinsmitglieder bereits Signal nutzen oder bereit dazu sind, diesen Messenger für den Verein zu installieren, ist – zumindest in unserer Bubble – sehr groß.
  • Signal macht seine Arbeit vereinsintern in der Regel mindestens genau so gut wie andere Messenger.
  • Das Vorstandsteam sollte sicherstellen, dass nur Mitglieder mit entsprechender Datenschutzverpflichtung Zugang zu den Gruppen haben.
  • Es macht Sinn, für verschiedene Themenbereiche verschiedene Gruppen anzubieten, damit die einzelnen Mitglieder nicht zu viele und insbesondere nur die Nachrichten erhalten, die für sie selbst relevant sind.
  • Ganz egal, welchen Messenger man nutzt: Man sollte sich vereinsintern der kommunikativen Schwierigkeiten bewusst sein, die es mit sich bringen kann, wenn mehrere Menschen, die sich ggf. nicht näher persönlich kennen, plötzlich in kurzen Textnachrichten Diskussionen zu komplexen, für sie emotional besetzten Themen führen. Hier ist es sinnvoll, auf andere Tools wie kollaborative Pads, Videokonferenzen oder, wenn möglich, auch persönliche Treffen auszuweichen.

Auf den Geschmack gekommen? Hier geht’s zum DI.DAY-Wechselrezept von WhatsApp zu Signal.

Vorankündigung zum 3. „DI.DAY“ am kommenden Sonntag

Auch am 3. DI.DAY möchten wir wieder ein von uns im Verein genutztes Tool vorstellen und unsere Erfahrungen damit teilen. Unser Fokus liegt dabei insbesondere auf Menschen, die selbst für die IT eines kleinen Vereins, einer Aktivist*innengruppe oder einer losen Initiative verantwortlich sind und über einen Wechsel zu freier und demokratiefreundlicher Software nachdenken. Am 1. März setzen wir unsere Reihe mit dem Artikel „Warum, wozu und wie wir Signal vereinsintern seit zehn Jahren nutzen“ fort.

Zudem könnt ihr an diesem Tag Computertruhe-Mitglieder bei folgenden DI.DAY-Aktionen antreffen:

Einladung zum nächsten offenen Treffen und zur Vorstandssitzung

Am 11. Februar um 20:00 Uhr finden das nächste offene Treffen und parallel die nächste Vorstandssitzung in Form einer Videokonferenz statt. Neben den Vereinsmitgliedern sind wie gewohnt ebenfalls alle anderen an der Computertruhe interessierten Menschen herzlich willkommen.

Tagesordnung:

  1. Fragen zum letzten Protokoll
  2. Standortübergreifender Austausch mit unseren Mitgliedern
  3. Aktueller Stand zu den Video-Tutorials
  4. Kassenbericht für das 4. Quartal 2025
  5. Sonstiges