Schlagwortarchiv: DI.DAY

Vorankündigung zum 8. „DI.DAY“ am kommenden Sonntag

Am 8. August findet das Augsburger Hohe Friedensfest statt. In dessen Kontext und im Rahmen des Digital Independence Days wird es jedoch schon am 2. August eine Veranstaltung im Habitat mit Vorträgen rund um Open Source und digitale Unabhängigkeit geben. Dort könnt ihr auch Computertruhe-Mitglieder aus Augsburg antreffen.

Außerdem wird das Münchener Team unter dem Motto „Tschüss Windows, willkommen Linux“ einen Linux-Installationsworkshop veranstalten. Details hierzu findet ihr in einem gesonderten Artikel.

Tschüss „Windows“, willkommen „Linux“

Anlässlich des Digital Independence Days veranstaltet der Computertruhe-Standort München unter dem Motto „Tschüss Windows, willkommen Linux“ einen Linux-Installationsworkshop. Bei diesem helfen aktive Mitglieder des Standorts München, Linux Mint auf den Laptops der Teilnehmer*innen zu installieren.

Wer am Workshop teilnehmen möchte, bringt einfach seinen Laptop mit Netzteil mit.

Wichtig: Bitte sichert alle wichtigen Daten vorher auf einen, besser auf zwei, externen Datenträgern, wie z. B. eine externe Festplatte und/oder einen USB-Stick. Denkt auch an die Einstellungen und Passwörter, die im Browser, E-Mail-Programm und/oder Passwortmanager abgespeichert sind.

Sofern Linux neben einer Windows-Installation erfolgt, sollte nach der Installation der Zugriff auf die unter Windows abgespeicherten Daten zwar noch möglich sein, aber im Fall des Falles ist eine externe Datensicherung unentbehrlich. Wird Linux anstelle von Windows installiert, werden alle Daten auf der Festplatte des Laptops gelöscht.

Datum: 2. August 2026
Zeit: 14:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Munich Maker Lab, Dachauer Straße 112h, 80636 München
Bei Fragen: Einfach unser Kontaktformular verwenden.

Vorankündigung zum 7. „DI.DAY“ an diesem Sonntag

Am 5. Juli werden wir von 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr eine kleine Sprechstunde in Form einer Videokonferenz in unserem neuen Raum DI.DAY veranstalten. Hier könnt ihr uns zu all den von uns bisher veröffentlichten Artikeln rund um den Digital Independence Day Fragen stellen.

Außerdem wird es erneut DI.DAY-Veranstaltungen mit Beteiligung der Computertruhe in Augsburg und in Berlin geben.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch.

Anstehende öffentliche Termine des Münchener Standortes

Für dem Standort München sind aktuell die folgenden öffentlichen Termine geplant:

Vorankündigung zum 6. „DI.DAY“ an diesem Wochenende

Am 6. DI.DAY wird es leider keinen Artikel über eine der von uns genutzten Programme und Plattformen geben. 😢 Falls ihr jedoch zufällig auf der Gulaschprogrammiernacht in Karlsruhe sein solltet, könnt ihr uns gerne dort besuchen und mit uns direkt zum Thema digitale Unabhängigkeit für Organisationen ins Gespräch kommen.

Außerdem wird es DI.DAY-Veranstaltungen mit Beteiligung der Computertruhe am heutigen Samstag in Aalen und am morgigen Sonntag in Augsburg geben. Beide Aktionen werden sich dabei rund um das Betriebssystem Linux drehen.

„Linux” Install Party in der „VHS Aalen“

Die Volkshochschule Aalen lädt am 6. Juni von 13:00 bis 17:00 Uhr gemeinsam mit dem Hackwerk und unserem Aalender Standort im Kontext des Digitalen Unabhängigkeitstages in den Räumlichkeiten des Torhauses (Gmünder Straße 9) in Aalen zu einer Linux Install Party ein.

Wir unterstützen euch dabei, unabhängig von unfreien Software-Systemen zu werden, z. B. indem wir beim Umstieg von Windows auf Linux helfen und/oder Open Source/Freie Software-Alternativen wie LibreOffice statt Microsoft Office vorstellen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen und werden persönlich betreut. Wir freuen uns auf euch!

Weitere Informationen zum DI.DAY Aalen und zum Mitmachen finden sich auf unserer Wiki-Seite des SFZ Aalen.

Videokonferenzen mit „Senfcall“: Senf dazugeben, Daten behalten

2020: Die Computertruhe hat drei Standorte (Breisgau, Lemgo und Berlin) und ein komplett südbadisches Vorstandsteam, welches sich seit der Vereinsgründung 2016 ein Mal im Monat zum offenen Treffen mit Vorstandssitzung in einem Waldkircher Lokal trifft. Aufgrund der Corona-Pandemie verlegen wir unsere Treffen ab März 2020 kurzerhand von Waldkirch ins Web. Hierzu nutzen wir einen Jitsi-Server, der uns freundlicherweise von den Kolleg*innen unseres Partnervereins Computerwerk Darmstadt e. V. zur Verfügung gestellt wird.

2021: Corona bleibt in der Welt, wir mit unseren Vereinstreffen im Web und wechseln im Januar 2021 zum Videokonferenzsystem Senfcall. Das Projekt Senfcall wurde im Jahr 2020 von Studierenden im Umfeld des Computerwerk Darmstadt e. V. gestartet, um Videokonferenzen datensparsam, webbrowserbasiert, ohne zusätzliche Softwareinstallation, DSGVO-konform, kostenlos und auf der Grundlage von Open-Source-Software (BigBlueButton) anzubieten. Also genau das, was wir uns in der Computertruhe wünschen und benötigen, um jederzeit zuverlässig Videokonferenzen mit mehreren Dutzend Menschen durchführen zu können, um uns dezentral zu organisieren, neue Standorte zu gründen und im Juni 2021 unsere erste Online-Mitgliederversammlung abhalten zu können.

2026: Über unser eigenes Senfcall-Konto hosten wir seit 2021 mehrere Räume mit unterschiedlichen Zugangsberechtigungen und Teilnahmebedingungen. Im Schnitt vergeht in der Computertruhe keine Woche ohne eine Videokonferenz via Senfcall – ganz gleich ob vereinsintern zur Neumitgliederschulung, zur monatlichen Sprechstunde, für Standort- und Arbeitssitzungen oder auch mit externen Gästen bei unseren monatlichen offenen Treffen mit Vorstandssitzung und sonstigen Vernetzungsaktivitäten.

Alles bestens also. Oder? Genau das wollten wir von unseren aktiven Vereinsmitgliedern in einer kleinen Umfrage wissen, an der sich in dieser Woche 52 Mitglieder beteiligt haben. Davon waren 38 Personen (73 %) der Meinung, dass Senfcall für die Anwendungsbereiche in der Computertruhe genau so gut geeignet sei wie andere Videokonferenzsysteme und 11 Personen (21 %) gaben an, dass Senfcall sogar besser geeignet sei. 3 Umfrageteilnehmer*innen (6 %) wählten die Antwortoption „Keine Angabe“ und niemand (0 %) die Antwort, dass Senfcall schlechter geeignet sei als andere Videokonferenzsysteme.

Zudem dürfen wir diese positiven, aktuellen Nachrichten des Senfcall-Teams weitergeben: Das Projekt ist finanziell und technisch mit eigenen Servern solide und nachhaltig aufgestellt und ermöglicht so im Wochenhoch 600 Teilnehmer*innen gleichzeitig Videokonferenzen mit rund 250 Mbit/s Traffic. Es werden drei Dell R640 mit jeweils zwei CPUs mit 20-Kernen und Hyperthreading, 64 GB RAM und 10 Gbit/s Uplink betrieben (einer der Server ist dabei meist in Wartungsrotation). Die Server haben also noch Kapazitäten frei und freuen sich zusammen mit dem Senfcall-Team über weitere Nutzer*innen. Gerne gesehen sind natürlich auch Menschen, die direkt im Maschinenraum unterstützen möchten. Erfahrungen mit BigBlueButton und/oder Ansible sind von Vorteil aber kein Muss.

Fazit:

  • Videokonferenzen mit Senfcall funktionieren einfach, zuverlässig, kostenlos, datensparsam, webbrowserbasiert und auf der Basis Freier Software
  • Der Wechsel von Teams, Zoom etc. zu Senfcall ist denkbar einfach und benötigt keine große Umstellung oder Einarbeitungszeit. Und für alles weitere gibt es eine umfassende Hilfe-Seite.

Auf den Geschmack gekommen? Dann sehen und hören wir uns bei Senfcall!

Vorankündigung zum 5. „DI.DAY“ am kommenden Sonntag

Auch am 5. DI.DAY möchten wir wieder ein von uns im Verein genutztes Tool vorstellen und unsere Erfahrungen damit teilen. Unser Fokus liegt dabei insbesondere auf Menschen, die selbst für die IT eines kleinen Vereins, einer Aktivist*innengruppe oder einer losen Initiative verantwortlich sind und über einen Wechsel zu freier und demokratiefreundlicher Software nachdenken. Am 3. Mai setzen wir unsere Reihe mit dem Artikel „Videokonferenzen mit Senfcall: Senf dazugeben, Daten behalten“ fort.

Zudem könnt ihr an diesem Tag Computertruhe-Mitglieder bei folgenden DI.DAY-Aktionen antreffen:

„Linux Mint“ – unser Betriebssystem der Wahl inkl. Handbuch für Ein- und Umsteiger*innen

Unser Ziel ist es, Laptops und Desktoprechner hardware- und softwareseitig so aufzubereiten, dass diese noch mehrere Jahre von unseren Empfänger*innen sicher und für die üblichen, zeitgemäßen Anwendungen genutzt werden können. Dies bedeutet konkret: Die bis zu zehn Jahre alten Spendenrechner bei Bedarf mit RAM und SSD aufrüsten und ein der technischen Ausstattung entsprechendes Betriebssystem installieren, welches langfristig mit Sicherheits- und Funktionsupdates versorgt wird und auch von Anwender*innen ohne besondere IT-Kenntnisse oder Erfahrungen mit Linux-Systemen intuitiv und einfach bedient werden kann.

Als wir die Computertruhe 2015 starteten, kam häufig Ubuntu sowie bei leistungsschwächeren Geräten Lubuntu und Xubuntu zum Einsatz. Apple-Geräte erhalten wir bis heute nur extrem selten und statten diese, wenn möglich, mit einem aktuellen macOS oder einer passenden Linux-Distribution aus, sofern sich in den Geräten noch ein Intel-Prozessor befindet. Zudem wurden in der Vergangenheit auch Windows-Betriebsysteme installiert, wenn die Geräte hardwareseitig dafür ausgelegt waren und entsprechende Produktschlüssel mitgespendet wurden. Hinsichtlich der Linux-Betriebssysteme einigten wir uns im Laufe der Jahre auf Linux Mint in der Cinnamon-Edition, da diese Distribution in ihrer Anwenderfreundlichkeit unserer Meinung nach am besten für Computer-Einsteiger*innen und Windows-Umsteiger*innen geeignet ist. Um diesen den Start mit ihrem neuen Rechner zu erleichtern, erstellten wir 2022 unser Linux Mint – Handbuch der Computertruhe für Ein- und Umsteiger*innen, welches wir seitdem als PDF auf den aufbereiteten Rechnern ablegen und in der frisch aktualisierten Version auch auf unserer Website frei zum Download für alle anbieten. In diesem wird für Laien u. a. gut verständlich erklärt, wo auf dem Rechner was zu finden ist, wie das WLAN oder ein Drucker eingerichtet und Datensicherungen einfach erstellt werden können und wie die Installation neuer Programme und Softwareupdates funktioniert.

Aufgrund des für den 14. Oktober 2025 angekündigten Support-Endes für Windows 10 beschlossen wir, ab dem 1. Januar 2024 prinzipiell keine Rechner mehr mit Windows-Betriebssystemen auszugeben. Zum einen, weil für die meisten unserer Spendengeräte hardwareseitig kein Update auf Windows 11 möglich gewesen wäre und wir schließlich unseren Empfänger*innen ein für mehrere Jahre sicher nutzbares Gerät schenken möchten. Zum anderen, weil unser Herz nun einmal für Freie Software und die damit verbundenen Freiheiten und den Schutz der Privatsphäre schlägt, welcher mit einer Windows-Installation einfach nicht kompatibel ist.

Doch wie sehen das die Menschen, die die mit Linux Mint und entsprechender Anwendungssoftware (Firefox, LibreOffice, VLC media player, Thunderbird, …) ausgestatteten Laptops und Desktoprechner von uns erhalten?

Seit August 2022 erhalten unsere Empfänger*innen im Nachgang einen Link zu einer anonymisierten Umfrage, an welcher sie freiwillig teilnehmen können. Die weit über 1.000 Rückmeldungen sprechen eine klare Sprache:

Auf die Frage „Wie sind Sie am Anfang mit dem neuen Gerät zurecht gekommen (z. B. beim Bedienen des Gerätes allgemein, bei der Nutzung der vorhandenen Programme und bei der Installation neuer Software)?“ anworteten rund 40 % mit „sehr schnell | es war sehr einfach“ und rund 47 % mit „eher schnell | es war eher einfach“.

Die Frage „Wie kommen Sie nun bei der täglichen Nutzung mit dem Gerät zurecht?“ beantworteten rund 56 % mit „sehr gut“ und rund 38 % mit „eher gut“.

Die Frage „Erfüllt das Gerät seinen Zweck für Sie?“ beantworteten rund 75 % mit „ja“ und 20 % mit „eher ja“.

Und das Sahnehäubchen: Die Antworten der Personen, die einen Windows-Rechner von uns erhalten hatten, unterschieden sich nicht nennenswert von den Empfänger*innen eines Linux Mint-Rechners.

Fazit:

  • Linux Mint ist aufgrund seiner Anwenderfreundlichkeit sehr gut für Computer-Einsteiger*innen geeignet und aufgrund der an Windows erinnernden Bedienoberfläche ebenso für Personen, die von Windows zu Linux wechseln möchten.
  • Die meisten Computernutzer*innen kommen (sehr) schnell und (sehr) gut mit dem für sie neuen Betriebssystem zurecht und können mit der verfügbaren Software die von ihnen gewünschten Aufgaben erledigen.
  • Unser Handbuch kann Laien bei ihren ersten Schritten wertvoll unterstützen.

Auf den Geschmack gekommen? Hier geht’s zum DI.DAY-Wechselrezept von „Mint à la Carte (mit Zimt­geschmack)“.

Vorankündigung zum 4. „DI.DAY“ am heutigen und kommenden Sonntag

Am 4. DI.DAY legen wir euch ein ganz besonderes minzfrisches Ei ins Osternest. Im Artikel „Linux Mint – unser Betriebssystem der Wahl inkl. Handbuch für Ein- und Umsteiger*innen“ werden wir berichten, warum wir Computertruhe-Rechner in der Regel mit dieser Distribution ausstatten und was uns unsere Empfänger*innen dazu rückmelden. Zudem wollen wir euch unser bis dahin frisch aktualisiertes Linux Mint – Handbuch der Computertruhe für Ein- und Umsteiger*innen präsentieren, mit welchem wir seit 2022 frischgebackenen Linux-Nutzer*innen die ersten Schritte erleichtern.

Bereits am heutigen Sonntag sind Computertruhe-Mitglieder bei folgenden DI.DAY-Aktionen bzw. Veranstaltungen dabei:

Und am Ostersonntag könnt ihr sie hier antreffen: