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Gebrauchte Computer für bedürftige Menschen. Wo gibt es welche Institutionen?

Seit geraumer Zeit erreichen uns immer wieder Anfragen von Spender*innen sowie potentiellen Spendenempfänger*innen aus ganz Deutschland. Da die Computertruhe derzeit nur an wenigen Standorten regional tätig sein kann – was wir sehr gerne ändern möchten – können wir den Hilfesuchenden leider nicht immer weiterhelfen.

Um bedürftigen Menschen zu helfen, die digitale Kluft zu überwinden und wieder Teilhabe an der Gesellschaft zu erlangen, gibt es aber glücklicherweise nicht nur die Computertruhe. Wir haben in den letzten Monaten mehrere Projekte und Vereine entdeckt und teilweise näher kennenlernen dürfen, die ebenfalls gebrauchte Computer instandsetzen und an Personen weitergeben, die sich kein Gerät leisten können.

Karte mit den Umrissen Deutschlands mit unterschiedlich farbigen Markierungen darin, welche die Standorte der einzelnen Einrichtungen darstellen.
Standortkarte (Stand: Oktober 2019)

Daher hatten wir die Idee, diese Projekte zu kontaktieren und mit deren Einverständnis deren Standorte inkl. weiterer Informationen auf einer Karte einzutragen und auf unserer Website zu veröffentlichen. So können Menschen, die alte Hardware für einen guten Zweck loswerden möchten oder selbst gebrauchte Hardware benötigen, auf einen Blick sehen, ob in ihrer unmittelbaren Nähe eine entsprechende Einrichtung existiert. Neben den „Computertruhen“ findet man auf der Karte aktuell (Stand: Oktober 2019) die sieben folgenden Institutionen (in alphabetischer Reihenfolge):

Selbstverständlich sind die Standorte auf dieser Karte nicht in Stein gemeißelt und so freuen wir uns immer darüber, wenn ihr uns neue Projekte nennen oder diese auf uns verweisen könnt.

Ehrenamtliche Unterstützung in Berlin gesucht

Das Projekt Computertruhe steht und fällt mit den zur Verfügung gestellten Hardware-Spenden. Ohne gebrauchte PCs, Monitore etc. können wir bedürftigen Menschen und anderen gemeinnützigen Organisationen nicht helfen. Dennoch werden selbstverständlich auch helfende Hände benötigt, welche diese gespendete Hardware reinigen, wieder instandsetzen und verteilen. Da wir immer häufiger Anfragen aus dem gesamten Bundesgebiet erhalten, möchten wir darum gerne weitere Standorte etablieren.

Uns erreichen auch vermehrt Anfragen aus Berlin, weshalb wir aktuell auf der Suche nach ehrenamtlicher Unterstützung für ein neues, tatkräftiges Team vor Ort sind. Um einen neuen Standort zu eröffnen, brauchen wir mindestens fünf Vereinsmitglieder, mit welchen wir uns dann koordinieren können.

Computerkenntnisse sind für die Mitarbeit auf jeden Fall hilfreich, wenn es z. B. darum geht, Rechner aufzurüsten oder defekte Komponenten auszutauschen sowie Software zu installieren. Wir helfen jedoch auch gerne dabei, bestehendes Wissen zu vermitteln. Des Weiteren gibt es auch andere Möglichkeiten sich einzubringen, in dem man bspw. Spenden akquiriert, die Geräte reinigt oder an die Empfänger*innen ausliefert. Auch die Ausrichtung von Infoständen oder Bildungsveranstaltungen zu diversen Computerthemen ist denkbar.

Mit dem gemeinnützigen Verein im Hintergrund, können sich die Mitglieder voll und ganz auf die Instandsetzung der Hardware konzentrieren. Zudem profitieren sie u. a. von der bestehenden technischen Infrastruktur, etablierten Prozessen, vom Schutz einer Haftpflichtversicherung und – sofern finanzierbar – von angemieteter Lagerfläche.

Selfie von Marco und Annette. Im Hintergrund sieht man den Berliner Fernsehturm.
Selfie von Marco und Annette, die letztes Jahr anlässlich der „Google.org Impact Challenge 2018“-Preisverleihung Berlin besuchten.

Wer sich eine Mitarbeit vorstellen kann und ggf. noch weitere Fragen dazu hat, kann sich gerne über unser Kontaktformular bei uns melden.

Wir unterstützen den Offenen Brief „Public Money? Public Code!“ der „Free Software Foundation Europe“

Wir von der Computertruhe wissen, wie wichtig es ist, Freie Software einsetzen zu können. Ohne diese Möglichkeit hätte unser Projekt ungefähr 600 Rechner – das entspricht in etwa ⅔ aller verteilten Rechner – weniger an bedürftige Menschen und gemeinnützige Organisationen weitergeben können. Darum wurde der Verein Unterzeichner des folgenden Offenen Briefes „Public Money? Public Code!“ der Free Software Foundation Europe (FSFE).

Logo der Kampagne „Public Money? Public Code!“
CC BY-SA 4.0 Free Software Foundation Europe

Public Money? Public Code!

Die von unseren öffentlichen Verwaltungen angebotenen und genutzten digitalen Dienste sind die kritische Infrastruktur demokratischer Nationen des 21. Jahrhunderts. Um vertrauenswürdige Systeme zu etablieren, müssen öffentliche Stellen sicherstellen, dass sie die vollständige Kontrolle über die Software und die Computersysteme im Kern unserer staatlichen digitalen Infrastruktur haben. Doch im Moment ist dies aufgrund restriktiver Softwarelizenzen nur selten der Fall. Diese Softwarelizenzen:

  • Untersagen die Weitergabe und den Austausch von öffentlich finanziertem Code. Dies verhindert Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Verwaltungen und behindert die weitere Entwicklung.
  • Fördern Monopole, indem sie den Wettbewerb behindern. Infolgedessen werden viele Verwaltungen von einer Handvoll Unternehmen abhängig.
  • Stellen eine Bedrohung für die Sicherheit unserer digitalen Infrastruktur dar, indem sie den Zugriff auf den Quellcode verbieten. Dies macht das Beheben von Hintertüren und Sicherheitslöchern extrem schwierig, wenn nicht gar unmöglich.

Wir brauchen Software, die den Austausch guter Ideen und Lösungen fördert. So können wir die IT-Dienste für Menschen überall in Europa verbessern. Wir brauchen Software, die Wahlfreiheit, Zugang und Wettbewerb garantiert. Wir brauchen Software, mit der öffentliche Verwaltungen die volle Kontrolle über ihre kritische digitale Infrastruktur zurückgewinnen und von einigen wenigen Unternehmen unabhängig werden und bleiben können. Deshalb rufen wir unsere Abgeordneten dazu auf, Freie Software/Open Source in öffentlichen Verwaltungen zu unterstützen, weil:

  • Freie Software/Open Source ein modernes öffentliches Gut ist, das es jedermann erlaubt, Anwendungen, die wir täglich einsetzen, frei zu verwenden, zu verstehen, zu teilen und zu verbessern.
  • Freie-Software- und Open-Source-Lizenzen Schutz vor einer Beschränkung auf Dienstleistungen bestimmter Unternehmen bieten, welche restriktive Lizenzen verwenden, um den Wettbewerb zu behindern.
  • Freie Software/Open Source sicherstellt, dass der Quellcode zugänglich ist, so dass Hintertüren und Sicherheitslücken behoben werden können, ohne von einem bestimmten Dienstleister abhängig zu sein.

Öffentliche Einrichtungen werden durch Steuern finanziert. Sie müssen sicherstellen, dass sie die Mittel so effizient wie möglich ausgeben. Wenn es sich um öffentliche Gelder handelt, sollte auch der Code öffentlich sein!

Deshalb rufen wir, die Unterzeichnerinnen, unsere Abgeordneten auf:

„Sorgen Sie für rechtliche Grundlagen, die es erfordern, dass öffentlich finanzierte Software, die für die öffentliche Verwaltung entwickelt wurde, unter einer Freie-Software- und Open-Source-Lizenz öffentlich zugänglich gemacht werden muss.“

Free Software Foundation Europe

Weitere Infos zu diesem Thema – u. a. ein hervorragendes, leicht verständliches Video – und selbstverständlich die Möglichkeit der Unterzeichnung dieses Offenen Briefes findet ihr auf der Kampagnen-Website der FSFE.

Aktive Helfer*innen in Lemgo gesucht

Wie ihr wisst, benötigen wir für das Projekt Computertruhe zur Verfügung gestellte Hardware-Spenden, aber selbstverständlich ebenso hilfsbereite Menschen, die diese gebrauchten Geräte wieder instandsetzen und sie dann an Bedürftige oder gemeinnützige Organisationen weiterleiten.

In der Alten Hansestadt Lemgo haben wir lediglich eine Handvoll Mitglieder und Helfer*innen, die sich um alle Schritte kümmern, die sich zwischen Erhalt und Auslieferung der Sachspenden befinden.

Derzeit kann sich unser kleines, aber tatkräftiges Team aufgrund dessen leider nur in unregelmäßigen Abständen alle paar Samstage in der Innenstadt treffen, um gespendete Computer anzunehmen, instand zu setzen und anschließend weiter zu verteilen. Daher wünscht es sich ehrenamtliche Unterstützung vor Ort.

Computerkenntnisse sind hierbei für die Mitarbeit hilfreich, bei etwaigen Wissenslücken hilft das Team jedoch selbstredend gerne weiter. So kann womöglich manch eine*r lernen, wie simpel es doch heutzutage ist, ein modernes GNU/Linux-System zu installieren. 😉

Tisch, auf und unter dem sich fein säuberlich platziert u. a. Desktops, Laptops und Drucker befinden.
Einige Computer, Drucker sowie weitere Hardware, die bereits für die Weitergabe vorbereitet wurden.

Wer sich eine Mitarbeit vorstellen kann und ggf. noch weitere Fragen dazu hat, kann sich gerne über unser Kontaktformular bei uns melden.

Großspende des Systemhauses „Benson IT-Systeme“

Logo des Systemhauses „Benson IT-Systeme“

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns beim Systemhaus Benson IT-Systeme aus Umkirch bei Freiburg für eine tolle Großspende, die wir kürzlich erhalten haben und die unser Lager sehr gut gefüllt hat.

Dabei haben wir nicht nur über 20 Desktop-PCs, acht sehr gute Laptops und weitere Computer-Komponenten erhalten, sondern die Hardware wurde zudem direkt an unser Lager geliefert und im vierten Stock verstaut, was uns wirklich eine sehr große Hilfe war.

Rückrufaktion bei der „Computertruhe“ aufgrund neuer EU-Urheberrechtsreform – Update

Am vergangenen Dienstag, dem 26. März, wurde die in Teilen sehr umstrittene EU-Urheberrechtsrichtlinie relativ knapp vom EU-Parlament abgesegnet. Dadurch wird auch der darin enthaltene Artikel 17 (vormals Artikel 13) verbindlich werden, der Betreiber von Webplattformen wie Youtube, Facebook aber auch allen anderen Webseiten, die Nutzer*innen das Hochladen von Inhalten erlauben, dazu verpflichtet, sogenannte Upload-Filter zu implementieren. Diese Filterprogramme sollen urheberrechtlich geschützte Inhalte während des Uploads erkennen und deren Veröffentlichung auf der Webplattform unterbinden.

Damit dies auf allen Endgeräten (Computer, Tablets, Smartphones etc.) und natürlich auch bei allen Betriebssystemen (GNU/Linux, Windows, macOS, Android, iOS etc.) funktioniert, verpflichtet Artikel 19.4.1 (vormals Artikel 13.3.7) der Richtlinie die Hersteller, die technischen Voraussetzungen hierfür zu gewährleisten. Konkret sind damit Konfigurationen im BIOS bzw. UEFI sowie im installierten Betriebssystem gemeint.

Da die Mitglieder der Computertruhe bei der Instandsetzung der Rechner des Öfteren auch Änderungen im BIOS bzw. im UEFI und verschiedene Voreinstellungen bei der Installation der Betriebssysteme vornehmen, kann es sein, dass auf den Geräten die Upload-Filter-Software nicht korrekt funktioniert respektive die dafür vorgesehenen Updates der Hersteller nicht vorschriftsgemäß installiert werden können.

Deshalb ruft die Computertruhe nun alle Personen, die seit dem 1. Januar 2017 einen Rechner erhalten haben, dazu auf, sich mit ihren aktuellen Kontaktdaten und Nennung der vom Verein auf dem Gerät angebrachen Seriennummer per E-Mail unter upload-filter@computertruhe.eu zu melden. Dann kann abgeklärt werden, ob das entsprechende Gerät betroffen ist und wie ggf. eine Neukonfiguration organisiert werden kann.

Auf diese Weise möchte der Verein vermeiden, bei Inkrafttreten der EU-Urheberrechtsrichtlinie in eine rechtliche Grauzone zu rutschen und seine Gemeinnützigkeit zu gefährden. „Als uns bewusst wurde, welche Konsequenzen die neue EU-Urheberrechtstreform für unsere Vereinsarbeit haben könnte, waren wir regelrecht geschockt. Inzwischen haben wir uns rechtlich beraten lassen und die erste Schockstarre ist kollektivem Kopfschütteln gewichen“, resümiert Marco Rosenthal, der Vorsitzende des Vereins. „Insbesondere die Tatsache, dass die Funktionalität der Upload-Filter – vergleichbar mit den Abgasfiltern bei Kraftfahrzeugen – nur unter Laborbedingungen, nicht jedoch im täglichen Betrieb nachgewiesen werden kann und muss, lässt uns an der Sinnhaftigkeit von Artikel 19.4.1 zweifeln.“

Nachtrag vom 06. April 2018

Wie wir soeben erfahren haben, wurde Artikel 19.4.1 glücklicherweise am 2. April zurückgezogen. 😉

Kurz in eigener Sache zum Thema Sachspenden

Selbstverständlich freuen wir uns immer über brauchbare Hardware, die wir von euch allen gespendet bekommen. Denn das Projekt Computertruhe lebt vor allem von diesen Sachspenden.

Allerdings kommt es hin und wieder vor, dass Hardware, ohne vorherige Absprache mit uns, z. B. am Arbeitsplatz unserer Mitglieder abgegeben wird. Dabei erhalten wir teilweise Dinge, für die wir überhaupt keinen Bedarf haben, weil sie bspw. zu alt sind und dann von uns entsorgt werden müssen. Zusätzlich kann dies zu logistischen Problemen führen, wenn es sich um viel oder großes Material handelt.

Darum bitten wir euch, uns vor einer potentiellen Übergabe zu kontaktieren und uns entsprechende Informationen zur Hardware zukommen zu lassen. Das hilft uns abzuschätzen, ob wir Bedarf an den zu spendenden Dingen haben, und wir können die Übergabe gemeinsam planen.

Vielen Dank für euer Verständnis.

Zu Besuch bei der „KONSER OHG“ – Wir haben den Profis über die Schulter geschaut

Durch unsere erfolgreiche Teilnahme an der Google.org Impact Challenge 2018 wurden Mitarbeiter der KONSER OHG auf die Computertruhe aufmerksam. Es folgte eine Einladung, das Unternehmen, die Prozesse und natürlich die Menschen dahinter persönlich bei einem Besuch im Firmensitz in Eppelheim nahe Heidelberg kennenzulernen.

Das IT-Unternehmen bereitet seit 2002 gebrauchte Computer-Hardware wieder auf. Dabei geht der größte Teil der Ware an ausländische Händler, aber es wird ebenfalls Hardware an Schulen, öffentliche Einrichtungen, Vereine oder im eigenen Online-Shop notebookgalerie.de auch an Privatpersonen weiterverkauft. Ergänzt wird dies durch Serviceleistungen beim Austausch der Rechnerinfrastruktur in Betrieben, bei der Datenlöschung und dem Recycling nicht mehr nutzbarer Komponenten.

Am 30. Oktober bot sich uns dann die tolle Gelegenheit, uns einen Nachmittag lang mit Herrn Reitzammer und seinen Kollegen auszutauschen und ihnen bei den Abläufen in der Werkstatt direkt über die Schulter zu schauen. Dabei stellte sich heraus, dass die Refurbishing-Spezialisten – natürlich in anderen Dimensionen – oft vor ähnlichen Herausforderungen stehen wie wir:

  • Wie stellt man schnell fest, welche Hardwarekomponenten ein Rechner enthält?
  • Wie prüft man ein System vollständig und dokumentiert permanent den aktuellen Status?
  • Wie schafft man es, die unzähligen ausgebauten, „sicher irgendwann mal noch ganz dringend benötigten“ Ersatzteile vom kreativen Haufenprinzip in eine sinnvolle Logistik zu überführen?
  • Wie stellt man eine zu 100 % zuverlässige Datenvernichtung sicher und gestaltet alle Prozessschritte DSGVO-konform?
  • Wie wird man mit hartnäckigen Aufklebern und klebrigen Soft-Touch-Beschichtungen fertig?

Angefangen von speziellen Reinigungsmitteln bis zu den verwendeten Software-Tools konnten wir interessante Einblicke gewinnen und wertvolle Tipps erhalten – aber auch feststellen, dass wir mit den bisherigen Abläufen und Werkzeugen in der Computertruhe für unsere Zwecke schon ziemlich gut aufgestellt sind. Auf jeden Fall wollen wir prüfen, ob uns die kostenfreien bis günstigen Varianten der vorgestellten Software-Tools die Arbeit erleichtern können und ob der Spezialreiniger mit Zitrusduft, den wir dankenswerterweise zum Ausprobieren erhalten haben, auch bei uns die Hardware sauber zaubert.

Alles in allem war es ein kurzweiliger Nachmittag in sehr angenehmer Atmosphäre, in dessen Verlauf viele lustige Anekdoten ausgetauscht und insbesondere für uns viel Wissen hinzugewonnen werden konnte.

Und vielleicht findet zukünftig das ein oder andere Gerät oder Ersatzteil, für das die KONSER OHG keine Verwendung mehr hat, den Weg in die Computertruhe. 😉

Zwitschernde und trötende „Computertruhe“

Seit Anfang Juni 2016 betreibt die Computertruhe unter dem Nutzernamen @computertruhe einen eigenen Twitter-Account, um darüber z. B. die offenen Treffen oder Infostände anzukündigen, allgemeine Neuigkeiten aus dem Verein zu verbreiten oder auch, um um Hilfe zu bitten, wenn bestimmte Aufgaben alleine nicht gestemmt werden können.

Logo des Microblogging-Dienstes MastodonSeit einigen Tagen sind wir nun zusätzlich über die noch relativ neue verteilte Microblogging-Plattform Mastodon erreichbar. Mastodon ist im Gegensatz zu Twitter als dezentrales Netzwerk konzipiert, d. h. Benutzer*innen können nicht nur zahlreichen, unterschiedlichen Instanzen beitreten (aktuell gibt es über 6200 Stück), sondern – Freier Software sei Dank – auch selbst eigene Instanzen aufsetzen und betreiben. Wir sind übrigens unter @computertruhe@mastodon.social zu finden.

Mastodon ist zudem Teil des sogenannten Fediverse, welches u. a. aus unterschiedlichen sozialen Netzwerken besteht, die über offen standardisierte Kommunikationsprotokolle miteinander verbunden sind. Somit können z. B. die Nutzer*innen, die Microblogging-Dienste auf Basis der Software GNU Social einsetzen, ebenfalls mit uns in Verbindung treten.

Wir wissen nicht, wohin die Reise im Bereich des Microbloggings geht, aber es ist beobachtbar, dass immer mehr Menschen Twitter aus Unzufriedenheit wegen diverser Dinge den Rücken kehren und in Mastodon eine bessere Alternative gefunden zu haben scheinen. Uns gefällt dabei v. a. der Gedanke eines dezentralen sozialen Netzwerks, welches unabhängig von einer einzigen (kommerziellen) Instanz ist, was zum einen der Stabilität des Netzes und dem Schutz der Privatsphäre zugutekommt. Darum würden wir uns sehr freuen, wenn auch ihr euch ins Fediverse begebt, um dort unsere Follower zu werden.

Bis auf Weiteres werden wir übrigens nach wie vor auf Twitter vertreten sein und dort für euch zwitschern.

Ach ja, und was hat es mit dem Tröten auf sich? Der Name Mastodon bezieht sich auf die Echten Mastodonten, eine frühere Bezeichnung für die Mammutiden, eine ausgestorbene Familie der Rüsseltiere. Aus diesem Grund werden einzelne Nachrichten auf Englisch „Toots“ oder ins Deutsche übersetzt auch „Tröts“ genannt. 😀

„The Guitar Hearts Project – Mit jeder Gitarre ein Lächeln“

Heute möchten wir euch den Verein The Guitar Hearts Project e. V. vorstellen, welcher sich ebenfalls wie die Computertruhe für bedürftige Menschen und andere gemeinnützige Organisationen einsetzt. Er gibt jedoch – wie der Name bereits andeutet – keine Computer sondern hauptsächlich Gitarren weiter.Anfang 2015 hatte der Gitarrist Lars Nüsse die Idee, zwei seiner Gitarren für einen wohltätigen Zweck zu verschenken. Hunderte Menschen antworteten ihm auf seine Spendenaktion. Jedoch waren darunter nicht nur Leute, die an den Instrumenten interessiert waren, sondern auch viele Personen, die selbst alte Instrumente, Verstärker und weiteres Equipment verschenken oder sonst irgendwie Lars Nüsses Idee unterstützen wollten. The Guitar Hearts Project war geboren.

Das Projekt wurde zu einem gemeinnützigen Verein, welcher in Eigenleistung z. B. gespendete E-Gitarren und E-Bässe wieder herrichtet und an gemeinnützige Organisationen, Schulen oder bedürftige Privatpersonen weitergibt.

Wer also selbst ein gebrauchtes Instrument besitzt, dieses nicht mehr benötigt und damit etwas Gutes tun möchte, sollte sich unbedingt ans Guitar Hearts Project wenden.