„Computertruhe“ beim „Barcamp Rhein-Neckar 2019“

Wir freuen uns schon sehr darauf, am kommenden Samstag, den 7. September, zu Gast auf dem Barcamp Rhein-Neckar in Heidelberg zu sein.

„Barcamp Rhein-Neckar 2019“-Logo

Unter dem Motto „Menschen. Ideen. Begegnen.“ werden wir Teil einer Session sein, in der wir den Verein und dessen Arbeit vorstellen werden. Und im besten Fall finden wir sogar Menschen aus Heidelberg oder der Umgebung, die uns gerne vor Ort unterstützen möchten.

Nächstes Treffen des Bündnisses „halt!zusammen“ am 2. September

Am Montag, den 2. September, um 19:00 Uhr findet im Gemeinderaum der evangelischen Kirche Waldkirch (Freiburger Straße 1) das nächste halt!zusammen-Bündnistreffen statt.

Tagesordnung:

  1. Formulierung einer Seenotrettungsresolution an den Gemeinderat der Stadt Waldkirch

Einladung zum nächsten offenen Treffen und zur Vorstandssitzung

Am 21. August um 20:00 Uhr finden das nächste offene Treffen und parallel die nächste Vorstandssitzung im Gasthaus Bayer Sepple (Marktplatz 18) in Waldkirch statt. Neben den Vereinsmitgliedern sind wie gewohnt ebenfalls alle anderen an der Computertruhe interessierten Menschen herzlich willkommen.

Tagesordnung:

  1. Verlesung des Protokolls des letzten Treffens
  2. Aktueller Stand der Prozessbeschreibung: Setup
  3. Aktueller Stand des neuen Ticket-Systems
  4. Stand: Raspberry Pi-Projekt zusammen mit dem Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Waldkirch
  5. Erstellung einer Karte ähnlicher Projekte
  6. Potentielle Spende von KONSER OHG
  7. Aktueller Stand zur Planung des s’Fairle
  8. Computerecke im Bürgertreff Kollnau
  9. Sonstiges

Wir unterstützen den Offenen Brief „Public Money? Public Code!“ der „Free Software Foundation Europe“

Wir von der Computertruhe wissen, wie wichtig es ist, Freie Software einsetzen zu können. Ohne diese Möglichkeit hätte unser Projekt ungefähr 600 Rechner – das entspricht in etwa ⅔ aller verteilten Rechner – weniger an bedürftige Menschen und gemeinnützige Organisationen weitergeben können. Darum wurde der Verein Unterzeichner des folgenden Offenen Briefes „Public Money? Public Code!“ der Free Software Foundation Europe (FSFE).

Logo der Kampagne „Public Money? Public Code!“
CC BY-SA 4.0 Free Software Foundation Europe

Public Money? Public Code!

Die von unseren öffentlichen Verwaltungen angebotenen und genutzten digitalen Dienste sind die kritische Infrastruktur demokratischer Nationen des 21. Jahrhunderts. Um vertrauenswürdige Systeme zu etablieren, müssen öffentliche Stellen sicherstellen, dass sie die vollständige Kontrolle über die Software und die Computersysteme im Kern unserer staatlichen digitalen Infrastruktur haben. Doch im Moment ist dies aufgrund restriktiver Softwarelizenzen nur selten der Fall. Diese Softwarelizenzen:

  • Untersagen die Weitergabe und den Austausch von öffentlich finanziertem Code. Dies verhindert Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Verwaltungen und behindert die weitere Entwicklung.
  • Fördern Monopole, indem sie den Wettbewerb behindern. Infolgedessen werden viele Verwaltungen von einer Handvoll Unternehmen abhängig.
  • Stellen eine Bedrohung für die Sicherheit unserer digitalen Infrastruktur dar, indem sie den Zugriff auf den Quellcode verbieten. Dies macht das Beheben von Hintertüren und Sicherheitslöchern extrem schwierig, wenn nicht gar unmöglich.

Wir brauchen Software, die den Austausch guter Ideen und Lösungen fördert. So können wir die IT-Dienste für Menschen überall in Europa verbessern. Wir brauchen Software, die Wahlfreiheit, Zugang und Wettbewerb garantiert. Wir brauchen Software, mit der öffentliche Verwaltungen die volle Kontrolle über ihre kritische digitale Infrastruktur zurückgewinnen und von einigen wenigen Unternehmen unabhängig werden und bleiben können. Deshalb rufen wir unsere Abgeordneten dazu auf, Freie Software/Open Source in öffentlichen Verwaltungen zu unterstützen, weil:

  • Freie Software/Open Source ein modernes öffentliches Gut ist, das es jedermann erlaubt, Anwendungen, die wir täglich einsetzen, frei zu verwenden, zu verstehen, zu teilen und zu verbessern.
  • Freie-Software- und Open-Source-Lizenzen Schutz vor einer Beschränkung auf Dienstleistungen bestimmter Unternehmen bieten, welche restriktive Lizenzen verwenden, um den Wettbewerb zu behindern.
  • Freie Software/Open Source sicherstellt, dass der Quellcode zugänglich ist, so dass Hintertüren und Sicherheitslücken behoben werden können, ohne von einem bestimmten Dienstleister abhängig zu sein.

Öffentliche Einrichtungen werden durch Steuern finanziert. Sie müssen sicherstellen, dass sie die Mittel so effizient wie möglich ausgeben. Wenn es sich um öffentliche Gelder handelt, sollte auch der Code öffentlich sein!

Deshalb rufen wir, die Unterzeichnerinnen, unsere Abgeordneten auf:

„Sorgen Sie für rechtliche Grundlagen, die es erfordern, dass öffentlich finanzierte Software, die für die öffentliche Verwaltung entwickelt wurde, unter einer Freie-Software- und Open-Source-Lizenz öffentlich zugänglich gemacht werden muss.“

Free Software Foundation Europe

Weitere Infos zu diesem Thema – u. a. ein hervorragendes, leicht verständliches Video – und selbstverständlich die Möglichkeit der Unterzeichnung dieses Offenen Briefes findet ihr auf der Kampagnen-Website der FSFE.

Aktive Helfer*innen in Lemgo gesucht

Wie ihr wisst, benötigen wir für das Projekt Computertruhe zur Verfügung gestellte Hardware-Spenden, aber selbstverständlich ebenso hilfsbereite Menschen, die diese gebrauchten Geräte wieder instandsetzen und sie dann an Bedürftige oder gemeinnützige Organisationen weiterleiten.

In der Alten Hansestadt Lemgo haben wir lediglich eine Handvoll Mitglieder und Helfer*innen, die sich um alle Schritte kümmern, die sich zwischen Erhalt und Auslieferung der Sachspenden befinden.

Derzeit kann sich unser kleines, aber tatkräftiges Team aufgrund dessen leider nur in unregelmäßigen Abständen alle paar Samstage in der Innenstadt treffen, um gespendete Computer anzunehmen, instand zu setzen und anschließend weiter zu verteilen. Daher wünscht es sich ehrenamtliche Unterstützung vor Ort.

Computerkenntnisse sind hierbei für die Mitarbeit hilfreich, bei etwaigen Wissenslücken hilft das Team jedoch selbstredend gerne weiter. So kann womöglich manch eine*r lernen, wie simpel es doch heutzutage ist, ein modernes GNU/Linux-System zu installieren. 😉

Tisch, auf und unter dem sich fein säuberlich platziert u. a. Desktops, Laptops und Drucker befinden.
Einige Computer, Drucker sowie weitere Hardware, die bereits für die Weitergabe vorbereitet wurden.

Wer sich eine Mitarbeit vorstellen kann und gegebenenfalls noch weitere Fragen dazu hat, kann sich gerne über unser Kontaktformular bei uns melden.

Veranstaltung „Seenotrettung im Mittelmeer“ von „halt!zusammen“ am 6. August

Bild des Flyers zur Veranstaltung „Seenotrettung im Mittelmeer“
Flyer zur Veranstaltung „Seenotrettung im Mittelmeer“ (PDF, 133 KB).

Das Waldkircher Bündnis halt!zusammen lädt am Dienstag, 6. August, um 19:00 Uhr zur öffentlichen Veranstaltung „Seenotrettung im Mittelmeer – Das geht auch uns an. Was können wir vor Ort tun?“ in den barrierefreien Gemeinderaum der evangelischen Kirche Waldkirch (Freiburger Straße 1) ein.

Immer ersten Teil des Abends geht es zusammen mit Ursula Wölker vom Kirchengemeinderat Waldkirch um die Resolution „Schicken wir ein Schiff“, die beim diesjährigen Deutschen Evangelischen Kirchentag eingereicht wurde.

Danach berichtet Ulrich von Kirchbach, Bürgermeister der Stadt Freiburg für Kultur, Jugend, Soziales und Integration, vom Freiburger Beschluss, dem Bündnis „Sichere Häfen“ der Bewegung Seebrücke beizutreten.

Und zuletzt stellt sich die Frage, welchen Beitrag die Stadt Waldkirch und deren Bürger*innen leisten können, um dem Sterben im Mittelmeer nicht länger tatenlos zusehen zu müssen.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind jedoch herzlich willkommen.

Einladung zum nächsten offenen Treffen und zur Vorstandssitzung

Am 17. Juli um 20:00 Uhr finden das nächste offene Treffen und parallel die nächste Vorstandssitzung im Gasthaus Bayer Sepple (Marktplatz 18) in Waldkirch statt. Neben den Vereinsmitgliedern sind wie gewohnt ebenfalls alle anderen an der Computertruhe interessierten Menschen herzlich willkommen.

Tagesordnung:

  1. Verlesung des Protokolls des letzten Treffens
  2. Aktueller Stand der Prozessbeschreibung: Setup
  3. Aktueller Stand des neuen Ticket-Systems
  4. Verwendung des noch übrigen Fördergeldes der GIC 2018
  5. Abschlussbericht GIC 2018
  6. Stand: Raspberry Pi-Projekt zusammen mit dem Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Waldkirch
  7. Erstellung einer Karte ähnlicher Projekte
  8. Mitgliederversammlung am 22. Juni
    • Kurzer Bericht
    • Unterzeichnung des Protokolls
  9. Kooperation mit gemeinnützigen Organisationen in Freiburg
  10. Aktueller Stand zur Planung des s’Fairle
  11. Einführung eines Backlogs zur Sammlung nicht dringlicher Aufgaben
  12. Sonstiges

Ein visueller Rückblick auf den „35C3“ und die 19. „GPN“

Heute habe ich etwas Zeit gefunden, um endlich Fotos unserer Besuche der letzten beiden größeren Chaos-Events in Leipzig und Karlsruhe zu veröffentlichen. Viel Spaß damit.

35. „Chaos Communication Congress“ in Leipzig

19. „Gulaschprogrammiernacht“ in Karlsruhe

Mitglieder des Vereins „Computertruhe e. V.“ blicken auf ein turbulentes Jahr zurück

Am vergangenen Samstagnachmittag fand unter der Leitung der stellvertretenden Vorsitzenden Julia Fiedler die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins Computertruhe e. V. im neuen Bürgertreff in Kollnau statt.

Ein wichtiger Punkt der Versammlung waren die Tätigkeitsberichte aus dem Jahr 2018 sowie des laufenden Jahres 2019, die der Vorsitzende Marco Rosenthal den Anwesenden präsentierte. So wurden insgesamt über 300 Computer – vorwiegend im Landkreis Emmendingen – an bedürftige Menschen und gemeinnützige Organisationen weitergegeben.

Der Verein hatte sich zudem im vergangenen Jahr um zahlreiche Förderprojekte beworben, um die laufenden Kosten, bspw. für Lagermiete oder den Betrieb der technischen Infrastruktur, zu decken. Und zur großen Freude des Vorstands konnte die Computertruhe einige Fördergelder für sich gewinnen. Darunter war der mit 20.000 € dotierte Preis der Google.org Impact Challenge die größte Überraschung. Das Geld hilft dem Verein, unter anderem die Mietkosten für die Lagerräume in Kollnau und in Lemgo für die kommenden Jahre zu decken. Ferner nutzte der Vorstand es dafür, um den Verein beim letzten Chaos Communication Congress in Leipzig und bei der diesjährigen Gulaschprogrammiernacht (GPN) in Karlsruhe zu präsentieren, um dort neue Mitglieder zu gewinnen und eventuell neue Standorte für weitere Computertruhen in Deutschland zu finden. Neue Standorte kamen leider bisher noch keine hinzu, allerdings wuchs die Mitgliederbasis um Menschen aus ganz Deutschland an. Nichtsdestotrotz ist der Verein mit 29 Mitgliedern noch recht klein und sucht weiterhin neue Mitglieder aus dem Breisgau, Lemgo oder dem gesamten Land, die ihm bei seiner Arbeit unter die Arme greifen möchten.

Weitere Preise konnte die Computertruhe darüber hinaus beim FAIR ways Förderpreis des SC Freiburg und bei der Aktion „Herz zeigen!“ der Drogeriemarktkette dm für sich gewinnen. Zusammen mit der Stadt Waldkirch und dem Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. bewarb sie sich außerdem beim vom Staatsanzeigers ausgeschriebenen Wettbewerb Leuchttürme des digitalen Wandels und belegte Ende Mai einen der ersten Plätze. Mit einem Teil der Fördermittel werden Einplatinen-Computer (Raspberry Pi) und geeignetes Zubehör angeschafft. Diese sollen dann ab dem Schuljahr 2019/2020 im Informatik- und Technikunterricht im Staatlichen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat Förderschwerpunkt Sehen zum Einsatz kommen.

Wie die Jahre zuvor hatte der Verein auch 2019 zu einer Bildungsveranstaltung eingeladen. Anknüpfend an die erfolgreiche Programmierveranstaltung für Kinder im Frühjahr zuvor, gab es während des Besuchs der bereits erwähnten GPN eine Neuauflage dieses Scratch-Programmierworkshops, der ebenfalls von den teilnehmenden Kids sehr gut angenommen wurde.

Nach dem Verlesen der Tätigkeitsberichte stellte der Schatzmeister der Computertruhe, Clemens Fiedler, den Kassenbericht für das Jahr 2018 sowie für das laufende Geschäftsjahr 2019 vor. Die Kassenprüfer*innen stellten ihrerseits ihren Bericht für 2018 vor und bescheinigten Clemens Fiedler eine hervorragende Kassenführung. Der Vorstand konnte somit für das Jahr 2018 inhaltlich und finanziell entlastet werden. Eine Prüfung der Kasse für das laufende Jahr 2019 fand hingegen nicht statt, da es dieses Mal keine Vorstandswahlen gab. Deshalb wurde der Vorstand lediglich inhaltlich für das bisherige Geschäftsjahr entlastet.

Der Vorstand bedankte sich am Ende bei den Mitgliedern für das von Ihnen entgegengebrachte Vertrauen und die Teilnahme an der Versammlung und freut sich auf ein neues, aufregendes Jahr.

Veröffentlichung der Protokolle unserer Vorstandssitzungen

Leider ist es vielen von euch nicht möglich, an unseren monatlichen offenen Treffen und somit auch an den Vorstandssitzungen teilzunehmen – sei es aus zeitlichen Gründen oder aus Gründen der Entfernung (immerhin haben wir im letzten halben Jahr mehrere Neumitglieder aus allen Teilen Deutschlands erhalten).

Daher haben wir uns entschlossen, einen eigentlich schon längst überfälligen Schritt zu tun: Die Veröffentlichung aller bisherigen und zukünftigen Sitzungsprotokolle hier auf unserer Website. So habt ihr eine Möglichkeit, besser zu sehen, was für Themen den Vorstand beschäftigen, und ihr könnt euch gegebenenfalls auch selbst einbringen, wenn es um für euch interessante Dinge geht.