Am 2. Juli haben in Göttingen zum zweiten Mal die Game Days, gehostet vom Kulturzentrum musa, stattgefunden. Dieses Mal war auch die Computertruhe mit vertreten. Mehrere Mitglieder hatten einen Stand aufgebaut und Werbung für interessierte Kinder und Eltern gemacht.
Auch besondere Gäste wie der Ministerpräsident von Niedersachsen waren vertreten und hatten die Möglichkeit, Fachbegriffe den verschiedenen Bestandteilen eines Computers zuordnen. Mit dabei waren beispielsweise Grafikkarte, Motherboard und Prozessor.
Es gab auch die Möglichkeit für besonders interessierte Gäste, einen Computer eigenhändig auseinander- und wieder zusammenzubauen. Besonders spielebegeisterte Kinder waren von der Idee entzückt und haben den Computer am Ende immer wieder zum Laufen gebracht.
Das Event war alles in allem ein voller Erfolg. Es bestand sehr viel Interesse an der Vereinsarbeit und viele Flyer konnten verteilt werden.
Großer Dank geht an die musa, die uns die Möglichkeit gegeben hat, den Verein auf diese Art vorzustellen.
Wir befinden uns im zweiten Jahr der Pandemie, die weiterhin die Arbeit des Vereins unheimlich stark prägt. Dennoch ist jede Menge passiert, wie ihr in der unten stehenden, unvollständigen Liste sehen könnt. Aber beginnen wir erst ein Mal mit ein paar Zahlen:
In diesem Jahr wuchs die Anzahl der Mitglieder um 37 auf nun insgesamt 78.
Es wurden vier neue Standorte gegründet, so dass die Computertruhe aktuell in sieben Städten bzw. Regionen vertreten ist.
Es wurden 686 Geräte an bedürftige Menschen und gemeinnützige Organisationen herausgegeben. Darunter befanden sich 249 Laptops, 192 Desktops, 34 Smartphones und 18 Tablets.
Wir stehen mit dem Verein Jugendhilfswerk Freiburg e. V. in Kontakt, der Rechner für die Aktion PC-Recycling benötigt, in dem Jugendliche ehrenamtlich diese Computer wieder fit machen und kostenlos an Familien mit dringendem Bedarf weitergeben.
März
Ein weiterer Computertruhe-Standort gründet sich. Dieses Mal in Göttingen.
Das Breisgauer Team stattet in Kooperation mit dem Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Waldkirch ein Computerlabor der SBBZ – Förderschwerpunkt Sehen mit Raspberry Pis und ausgiebigem Zubehör aus. Ermöglicht wurde dies durch das Preisgeld, welches wir für die Belegung einer der ersten Plätze beim Wettbewerb Leuchttürme des digitalen Wandels erhalten haben.
Dank unserer neuer Kolleg*innen aus Chemnitz, haben wir die Möglichkeit, mit unserem virtuellen Wohnzimmer an den Chemnitzer Linux-Tagen (CLT) teilzunehmen.
Wir erhalten einen Datenschutzbeauftragen und ein komplettes Datenschutzteam.
April
Wir sind über Ostern zu Gast beim Digital Verteilten Online-Chaos (DiVOC), das unter dem Motto „Reboot to Respawn“ (R2R) stattfindet.
In der Metropolregion Rhein-Neckar finden sich einige neue Mitglieder zusammen, um einen Computertruhe-Standort zu gründen.
Mai
Das Berliner Team erhält eine Lagermöglichkeit, damit die Spenden dort zentral untergebracht werden können.
Der vierte Standort in diesem Jahr formiert sich in München.
Die ordentliche MItgliederversammlung findet statt – komplett online via Senfcall und OpenSlides. Dabei werden u. a. die Weichen gestellt, um zukünftig auch ohne Sonderregelungen Online-Mitgliederversammlungen abzuhalten.
Juli
Das Göttinger Team hat die Räumlichkeiten der musa bezogen und füllt kräftig das Lager.
Wir stehen in Kontakt mit der Caritas in Ahrweiler, um gemeinsam Menschen mit Smartphones und Laptops auszustatten, deren Geräte vom Hochwasser zerstört wurden.
September
Im Rahmen der Digitalen Woche stellen wir uns und unsere Arbeit während der Pandmie vor.
Wir sind erneut auf dem Vintage Computing Festivals Berlin (VCFB) vertreten, um die Computertruhe vorzustellen. Außerdem geben wir einen Einblick, welche Werkzeuge wir fürs kollaborative Arbeiten nutzen und was es bei der Datenvernichtung zu beachten gilt.
Eines unserer Mitglieder hat damit begonnen, eine Linux Mint-Anleitung zu verfassen, die sich v. a. an Microsoft Windows-Umsteiger*innen richtet.
Das Münchener Team trifft sich erstmals persönlich.
November
Das Team in Lemgo startet wieder durch und trifft sich nun regelmäßig im Mehrgenerationenhaus Lemgo, mit dem ebenfalls eine Kooperation besteht.
Leider wird es pandemiebedingt zum zweiten Mal keinen 37C3 geben. Wir freuen uns aber dennoch sehr nochmals Teil der Remote Chaos Experience (rC3) sein zu können, die vom 27. bis 30. Dezember stattfinden wird.
Zu guter Letzt möchten wir uns bei allen Menschen ganz herzlich bedanken, die die Computertruhe in diesem Jahr unterstützt haben. Darunter fallen unbedingt die vielen neuen Mitglieder, aber selbstverständlich ebenso die alten, die über alle Standorte verteilt Großartiges geleistet haben. Zusätzlich danken wir den unzähligen Privatpersonen sowie Unternehmen, die uns mit gebrauchter, teils sogar neuer Hardware und Geldspenden geholfen haben, unsere Ziele zu verwirklichen.
Wir wünschen euch allen ein paar erholsame Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2022. Bleibt gesund!
Am Samstag, den 26. Juni, fand die diesjährige Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen des Vereins Computertruhe e. V. pandemiebedingt zum ersten Mal online statt. Hierfür kam neben dem Videokonferenzsystem Senfcall das Versammlungstool OpenSlides zum Einsatz, mit dem unter anderem auch Abstimmungen und Wahlen durchgeführt werden konnten. Zu diesem System hatten nur stimmberechtigte Mitglieder Zugang, während die Videokonferenz auch für Gäste offen stand.
Annette Linder und Julia Fiedler führten als Versammlungsleitung durch die Veranstaltung. Da pandemiebedingt im vergangen Jahr keine Mitgliederversammlung stattfinden konnte, stellte Julia Fiedler die Tätigkeitsberichte der Jahre 2019, 2020 und für das laufende Jahr 2021 vor.
In diesem Zeitraum konnten unter anderem über 700 PCs, Laptops und Tablets an bedürftige Menschen und gemeinnützige Einrichtungen weitergegeben werden.
Außerdem hat der Verein zahlreiche neue Mitglieder erhalten. Dies ermöglichte es, weitere vier Standorte zu gründen. So ist die Computertruhe mittlerweile nicht nur im Breisgau und in Lemgo, sondern auch in Berlin, Chemnitz, Göttingen, in der Rein-Neckar-Region und in München vertreten.
Der Verein Computertruhe e. V. präsentierte sich ebenfalls auf zahlreichen Veranstaltungen. 2019 unter anderem bei der 19. Gulaschprogrammiernacht in Karlsruhe, beim Barcamp Rhein-Neckar und auf dem s’Fairle – Zukunftsmarkt in Waldkirch. Zudem konnte der Verein beim Neubürgerempfang der Stadt Waldkirch und Ende des Jahres beim 36. Chaos Communication Congress (36C3) in Leipzig sich und seine Arbeit vorstellen. 2020 mussten leider pandemiebedingt viele Veranstaltungen abgesagt werden. Umso mehr freuten sich die Vereinsmitglieder darüber, dass sie zum Vintage Computing Festival Berlin eingeladen waren. Ebenfalls waren sie Ende des Jahres zu Gast bei der Remote Chaos Experience (rC3), auf der die Computertruhe in einer virtuellen 2D-Welt präsentiert wurde. 2021 konnte der Verein sich bisher online unter anderem bei den Chemnitzer Linux-Tagen (CLT) und beim Digital Verteilten Online-Chaos (DiVOC) präsentieren.
Die im März 2020 aufkommenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie stellten auch die Arbeit des Vereins vor neue Herausforderungen. Mit der Schließung der Schulen stiegen die Anfragen nach digitalen Endgeräten rapide an. Um die Not der Familien etwas zu lindern, wurde eine Homeschooling-Aktion ins Leben gerufen. Während dieser wurden Rechneranfragen für das Homeschooling drei Monate lang bevorzugt behandelt, gezielt um Hardwarespenden für Schüler*innen und Geldspenden für die Versandkosten gebeten. Zudem wurden ebenfalls spendenfinanziert zehn Raspberry Pi-Sets für bedürftige Schüler*innen zusammengestellt und verschickt. So wurden in einer Kraftaktion innerhalb von drei Monaten fast 500 Tickets bearbeitet, 120 Pakete versendet, rund 2.500 € Spenden eingesammelt und knapp 100 Geräte an bedürftige Schüler*innen verschenkt.
Nach dem Verlesen der Tätigkeitsberichte stellte der Schatzmeister, Clemens Fiedler, die Kassenberichte für das Jahr 2019, 2020 sowie für das laufende Geschäftsjahr 2021 vor. Die Kassenprüfer*innen stellten ihrerseits ihren Bericht für das Jahr 2019, 2020 und für das laufende Jahr 2021 vor und bescheinigten Clemens Fiedler erneut eine hervorragende Kassenführung. Der Vorstand konnte somit für das Jahr 2019, 2020 und für das laufende Jahr 2021 inhaltlich und finanziell entlastet werden.
Bevor ein neuer Vorstand gewählt wurde, stellte das Vorstandsteam der Versammlung sechs Satzungsänderungsanträge vor, bei denen es unter anderem darum ging, dass für den Verein tätige Personen und der Vorstand im Rahmen der Ehrenamtspauschale einen finanziellen Zuschuss erhalten können, wenn dieses von der Mitgliederversammlung bestimmt wird. Zudem wurde die rechtliche Grundlage geschaffen, um auch zukünftig Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen online veranstalten zu können. Allen Satzungsänderungen wurde zugestimmt.
Bei den Vorstandswahlen wurde der bisherige geschäftsführende Vorstand in seinem Amt bestätigt und wieder gewählt. Lediglich bei den Beisitzer*innen gab es Veränderungen. Der neue Vereinsvorstand besteht somit aus Marco Rosenthal (Vorsitzender), Julia Fiedler (Stellvertretende Vorsitzende), Clemens Fiedler (Schatzmeister), Annette Linder (Beisitzerin), Martin Klingner (Beisitzer) und Werner Hülsmann (Beisitzer).
Der neue Vorstand der „Computertruhe“. V. l. n. r.: Clemens Fiedler, Marco Rosenthal, Annette Linder, Julia Fiedler, Martin Klingner, Werner Hülsmann (CC0 1.0).
Der Vorstand bedankte sich am Ende bei den Mitgliedern für das von ihnen entgegengebrachte Vertrauen und die Teilnahme an der Versammlung und freut sich auf ein neues, aktives Jahr.
In der vergangenen Woche konnte der kürzlich in Göttingen gegründete Standort des Vereins Computertruhe e. V. die ersten Spenden an Bedürftige weitergeben. Dafür haben die beiden Studierenden Hanna Sudermann und Thore Hoffmann Computer, die von Privatpersonen an den Verein übergeben wurden, aufbereitet.
„Wir löschen unwiederbringlich alle persönlichen Daten von den Festplatten, installieren ein neues Betriebssystem und stellen sicher, dass die Computer funktionstüchtig sind“, beschreibt Hanna ihre Arbeit.
„Mich freut es sehr, dass wir endlich die Arbeit voll aufnehmen konnten. Wir haben diese Woche einen Computer an eine Frau in Bovenden übergeben und mit sieben Laptops einen Kasseler Verein unterstützen dürfen“, sagt Thore.
„Wir suchen weiterhin dringend nach Spenden von Computern und Laptops, um die Anfragen von Privatpersonen und gemeinnützigen Vereinen möglichst schnell bearbeiten zu können“, fasst Hanna die Lage zusammen.
Ab sofort verhilft der Verein Computertruhe e. V. Bedürftigen zu einer Teilnahme an der digitalen Gesellschaft. Dazu verschenkt er gebrauchte, aber auf den neuesten Stand gebrachte Laptops in Göttingen.
In ihren Privaträumen reparieren technisch versierte Göttinger Studierende ausrangierte, aber noch funktionierende Laptops und Desktops und verschenken diese.
„Für mich gehörten Computer schon immer dazu. Aber die letzten Onlinesemester haben mir gezeigt, dass das leider nicht bei allen so ist. Wie sollen Schüler und Studierende lernen, wenn sie nicht am Unterricht teilnehmen können? Deshalb habe ich mich mit Hanna und dem Verein vernetzt und möchte helfen“, erklärt Thore (23) seine Motivation.
„Die Arbeit des Vereins ist für mich eine Herzensangelegenheit. Bevor wir jedoch anfangen können Laptops zu verschenken, müssen wir erst mal welche gespendet bekommen“, fasst Hanna zusammen.
Wer einen Computer abzugeben hat oder einen benötigt, kann sich gerne im Internet unter https://computertruhe.de melden.